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Brauchen Kinder für alles und jedes Regeln?

Wenn man sich so durch das Forum durchliest, wird ziemlich oft die Frage gestellt „Wie lange dürfen deine Kids Gameboy spielen?“ oder „Wie lange dürfen sie Computer spielen?“ oder „Wie lange dürfen sie fernsehen?“

Brauchen wir für alles Regeln? Und warum orientieren wir uns immer an die anderen?

Ich persönlich halte nichts von diesen starren Regeln, denn ich glaube, dass wir so unsere Kinder nur mehr steuern und sie selbst dann gar nichts mehr entscheiden können.

Wenn du gute schulische Noten bringst, darfst du dies oder das … Das führt doch dazu, dass Kinder nur deshalb lernen, weil sie nachher was „Besonderes“ dürfen. Das ist aber auch nicht Sinn und Zweck des Lernens …

Je verbotener desto interessanter – das war doch bei uns schon so.

Ich habe meinen Kindern nie verboten Cola zu trinken oder zu bestellen – und deshalb war das bei uns auch überhaupt kein Thema. Sie haben sich meistens Apfelsaft bestellt und die Kinder wo es extra „verboten“ war, haben dann im Restaurant den Überterror gemacht. Genauso beim Süßen – die „süße Lade“ war und ist immer verfügbar – manchmal ist halt dann auch nichts drinnen.

Überlegt doch einmal, ob ihr in eurem Leben auch alles „kontrolliert“ und eingeschränkt haben wollt.



Nein Kinder brauchen nicht für alles und jedes Regeln, aber auch meine Erfahrung ist das sie sehrwohl Regeln brauchen, Grenzen an denen sie sich orientieren und auch manchmal reiben können.

Ich könnte mir nicht vorstellen hier regellos zu leben, und manche würden denken wir haben eventuell zu viele, aber es funktioniert für uns. Meine Kinder wissen woran sie sich orientiern können, sie wissen wo es sinn macht zu diskutieren, was sie übrigens sehr sehr gut können - nicht sicher ob ich leider oder gott sei dank sagen soll-lol- aber sie wissen auch wo es keinen sinn macht weil da eine Grenze ist die einfach Fakt ist.

Wir denken sehr gut über regeln nach, über neins, haben einen Grund und erklären den auch, aber die existierenden Reglen sind doch eher betoniert. Natürlich, so finde ich zumindest ist das geheimnis aber auch zu wissen das man jede Regeln manchmal ein bissl lockern kann, ich seh das ales einen Balance Akt, klappt ganz gut für uns so.

Also ja, Regeln sind etwas gutes für uns hier, und notwendig, für den Familienfrieden, für die kindliche Entwicklung und für uns.

Liebe Grüße

Frau Hase


Au ja, und wehe man ist mal zu müde. Dann wird es richtig schwierig konsequent zu bleiben. Obwohl ich auch mal die Erfahrung gemacht habe, dass es den Kindern auch gut tut, wenn ich nicht immer so hart bleibe - ich nenne das Kompromissbereitschaft


Sie WOLLEN Regeln! Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.

Das bedeutet es gibt Grenzen - und es ist fein wenn man weiß in welchen Bereich man sich bewegen darf.

Wo ich dir rechtgeben muss ist, dass es ein Zuviel an Regeln geben kann. Kinder können ruhig auch alleine entscheiden. Nur halt einfach nicht alles - es sind Kinder und keine kleinen Erwachsenen.


Der Kindersicherheitsverschluss unserer Naschlade hat den Geist aufgegeben. Was bedeutet, dass sich meine 3-jährige dauerhaft mit Schokolade vollstopft.
Ich esse nicht wirklich eine aber mein Mann sehr gerne, daher ist auch meist was da. (Versuche jetzt das zeug wo anders zu verstecken und nur einen teil in der lade zu lassen)
Finde das nicht so besonders gut - es ist ok wenn sie sich am nachmittag etwas nimmt. Aber nur weil sie schon hunger hat und das essen noch nicht auf dem tisch steht ist das nicht so schlau.
Also hie und da ein paar Regeln sollten schon gelten: Nach dem Essen darfst du dir was nehmen (ok, dann ess ich weniger damit nachher mehr platz ist - oder nach 2 bissen:"mama ich bin fertig" gibts dann halt auch)

Außerdem gibt es auch als Erwachsener genügend Regeln an die man sich halten sollte. Das kann man ruhig schon früh lernen.


Wenn ich an Studien von Daniel Hell denke, dann brauchen nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder einen gewissen Rhythmus. Das macht das Leben einfach leichter und überschaubarer, v.a. für Kinder. Somit definieren wir alle Regeln, um einen gewissen Rhythmus beizubehalten. Selbst das Chaos in einer Familie findet einen gewissen Rhythmus ;-)


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