Angst vor Hunden
Die Familienexpertin gibt Antworten auf deine Frage
Angst vor Hunden! Eine Frage von Alexandra an die Familienexpertin.
Mein Sohn ist 6 Jahre alt und hat seit 3 Jahren panische Angst vor Hunden, seine Oma hat aber einen jungen Hund. In den Sommerferien wird mein Sohn bei seiner Oma bleiben müssen wie kann ich ihm die Angst nehmen???
Weiters leidet mein Sohn an einem Sprachfehler aufgrund Angina mit 2 Jahren. Seit 2008 ist er in Logopädischer Behandlung und macht auch große Fortschritte. 2009 hat mein Sohn mit der Schule begonnen und sitzt inmitten der Volksschulkinder als Vorschulkind. Mit neuem Schuljahr beginnt für ihn die Volksschule. Wie kann ich ihn darin bestärken, dass er deswegen nicht "dumm" ist, nur weil er jetzt nicht mit seinen bisherigen Klassenkammeraden mit aufsteigen kann.
Antwort der Familienexpertin:
Hallo Alexandra,
wichtig ist, dass Du Deinem Sohn erklärst, warum er nicht mit seinen Kameraden in die nächste Klasse aufsteigt. Dass er dieses Jahr quasi als Gast in ihrer Klasse war und dass es nichts mit seiner Intelligenz bzw. seinen geistigen Fähigkeiten zu tun hat, sondern mit seiner Sprache, die sich bei ihm einfach noch mehr entwickeln muss.
Du kannst ihm ruhig erklären, wie es zu seinem Sprachfehler gekommen ist und dass er etwas ganz Besonderes ist. Sag ihm, was er besonders gut kann und dass sein Sprachfehler ihn nicht alleine ausmacht, sondern die Fülle seiner Fähigkeiten und Eigenschaften. Betone und lobe besonders seine tollen bisherigen Fortschritte in der Sprachentwicklung.
Das wird ihn freuen, stolz machen und ermutigen. Ermutigung ist auch etwas, was Deinem Sohn dabei helfen kann, seine Angst vor Hunden abzubauen. Wichtig ist es, dass Ihr seine Angst ernst nehmt und ihn nicht dafür abwertet. Es ist grundsätzlich schon gut, wenn er sich Hunden vorsichtig nähert, denn (fremde) Hunde sind nicht zu 100% berechenbar. Wenn es möglich ist, wäre es hilfreich, wenn Dein Sohn vor dem Sommer so viel Zeit wie möglich mit dem Hund der Oma verbringen kann, um sich mit ihm anzufreunden und mit ihm zu spielen. Er darf sich dem Hund ruhig langsam annähern.
Ich empfehle Euch, dem Kind eine Aufgabe bei der Versorgung des Hundes zu übertragen. Er könnte ihm z.B. immer das Futter hinstellen, wenn er im Sommer bei der Oma ist. Je besser er den Hund kennen und einzuschätzen lernt, desto weniger wird er sich vor ihm fürchten.
Ich wünsche Dir alles Gute für das Bewältigen dieser schwierigen Situation!
Deine Familienexpertin
[Disclaimer]









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