LEGASTHENIE - WANN und WIE KANN MAN SIE ERKENNEN?

Tipps vom VITAfamily Expertenteam zum Thema Legasthenie

Schon im Vorschulalter kann man eine Legasthenie / Dyskalkulie vermuten, wenn sich einige der folgenden beschriebenen Symptome zeigen,

  • Das Erlernen das Klarsprechens erfolgt später, als erwartet
  • Das Kind spricht schneller als es denkt
  • Durcheinanderbringen von richtungsweisenden Wörtern →hinauf/hinunter, innen/außen,…
  • Probleme beim Erlernen von Kinderliedern
  • Probleme beim Reimen
  • Krabbelte nicht oder nur wenig ausgiebig
  • Probleme bei Abläufen (Reihungen)- farbige Perlen aneinander reihen

All diese erwähnten Symptome, die unmittelbar mit Sinnesleistungen zusammenhängen, können, müssen aber nicht Anzeichen für eine vorhandene Legasthenie sein.
Eine eindeutige Feststellung, ob ein Kind legasthen/dyskalkul ist, kann erst im Schulalter, wenn das Kind mit Buchstaben/Zahlen in Berührung kommt, durchgeführt werden.
Jedoch kann man schon im Vorschulalter die Sinneswahrnehmung fördern.

Symptome bei Schulkindern:

  • Große Schwierigkeiten beim Lernen von lesen und schreiben
  • Ständiges und fortlaufendes Vertauschen von Zahlen und Buchstaben ( 15 für 51, b für d)
  • Problem beim Unterscheiden von links und rechts
  • Schwierigkeiten beim Behalten des ABC’s, im Erinnern von Reihenfolgen
  • Fortlaufende Schwierigkeiten beim Binden von Schuhbändern, Ball fangen, Springschnur springen,…
  • Unaufmerksamkeit
  • Buchstaben werden ausgelassen oder hinzugefügt
  • Für Schreibarbeiten wird eine überdurchschnittlich lange Zeit benötigt
  • Probleme beim Planen und Schreiben von Aufsätzen
  • Probleme beim genauen Abschreiben
  • Wachsender Mangel an Selbstvertrauen und wachsende Frustration

WAS TUN, WENN VERDACHT AUF LEGASTHENIE BESTEHT?
Ein Training sollte nicht ohne vorher erfolgtes Feststellungsverfahren begonnen werden. Oft wird das pädagogische AFS-Testverfahren von diplomierten LegasthenietrainerInnen benützt.
Nach dieser spielerischen Austestung kann ein erster Trainingsplan für ein individuelles Training erstellt werden.

Da das Problem der Legasthenie individuell und unterschiedlich ist, muss auch die Förderung und Hilfe vielschichtig sein.
Wichtig ist, dass die Förderung nicht einseitig durch Üben am Symptom, d.h. durch alleiniges verstärktes Schreib- und Lesenüben passiert, sondern dass Interventionen zur Schärfung der Sinneswahrnehmungen und Stärkung der Aufmerksamkeit unternommen werden. Das - und viel Verständnis - ist die Grundlage des Erfolgs.

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Kommentare

Kommentar

Ja sehr interessant, sehr umfangreich und leider sind noch immer nicht alle Leute gut informiert! Es ist auch ein Ziel meiner Arbeit, LehrerInnen, PädagogInnen und Eltern zu informieren und zu sensibilisieren.
Liebe Grüße
Sabine M VITAfamily


Kommentar

Was soll man dazu noch sagen? Ein wirklich interessantes Thema in jedem Fall.


Kommentar

Ich hoffe wirklich das Lehrer und Eltern heuzutage gut schaun ob jemand Legasthenie hat. Als ich Kind war hat das keiner getan, und ich tat mir durch die ganze Schulzeit unnötig schwer. Hätte jemand erkannt das ich einfach nur anders denke manchmal, eine andere Art habe Dinge zu sehn und anzugehen, dann wär mir vieles leichter gefallen


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