Schmerzchoaching

Tipps vom VITAfamily Expertenteam zum Thema "Wann Schmerzcoaching hilfreich ist"

Wenn Schmerz chronisch geworden ist und sich verselbstständigt hat, sich Hilflosigkeit breit gemacht hat, sowie der eigene Handlungsspielraum immer kleiner wird, kann es sinnvoll sein Schmerzcoaching in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist die negative Abwärtsspirale aus Schmerz, Resignation und Hoffnungslosigkeit zu unterbrechen.

Vor allem bei einem Schmerz ohne körperlicher Ursache, der als psychosomatisch bezeichnet wird, stellt sich oft Wut, Enttäuschung und Verzweiflung ein. PatientInnen fühlen sich nicht ernst genommen, ins Psychoeck abgeschoben und haben das Gefühl, dass sie von ihrer Umgebung als Hypochonder eingestuft werden. Sie fühlen sich in ihrem Schmerzerleben nicht ernst genommen, wandern von Arzt zu Arzt, in der Hoffnung endlich wahr genommen zu werden und dass ihren Schmerzen Verständnis entgegen gebracht wird, sowie endlich ein Heilmittel gefunden wird. Stattdessen stellt sich Enttäuschung ein, weil sich an den Schmerzen nicht viel verändert.

In einem Schmerzcoaching wird erarbeitet seit wann die Schmerzen bestehen und wann zum ersten Mal Schmerz im Leben aufgetreten ist, wie mit dem Schmerz bisher umgegangen wurde und welche Strategien geholfen haben, um mit dem Schmerz besser zu leben. Es geht um ein gemeinsames Entdecken von Ressourcen, die helfen mit dem Schmerz zu leben, den Schmerz zu reduzieren, den Schmerz als Wegweiser zu sehen und ihn in dieser Schmerz-Intensität nicht mehr zu erleben.

Im Schmerzcoaching werden belastende Faktoren angeschaut und gemeinsam überlegt, wie Stress und Anspannung reduziert werden kann. Es geht um ein gemeinsames (Er)finden von Strategien, um die Lebensqualität zu heben und sich wieder wohl zu fühlen, mit und ohne Schmerz.

Weiters geht es darum herauszufinden, welche der vielen Therapiemöglichkeiten individuell die passende ist, sowie den Handlungsspielraum zu erweitern und selbst gut für sich zu sorgen. Wichtig dabei ist, selbst aktiv zu werden und nicht passiv zu warten, bis endlich die richtige Therapie gefunden wird. Es geht, um ein bewusstes Gestalten des eigenen Lebens und was selbst dazu beigetragen werden kann, dass sich Besserung einstellt.

Das Schmerzcoaching trägt dazu bei (Wieder) Hoffnung zu schöpfen sowie Möglichkeiten zu entdecken ein Leben in Achtsamkeit und Selbstwertschätzung zu leben. Wichtig dabei ist, den Schmerz zu akzeptieren und ihn ins Leben zu integrieren, sowie den Schmerz als Ressource zu nützen. Es geht auch darum den Schmerz als Freund/in zu sehen der einem ein Stück des Weges begleitet und etwas zeigen möchte.

Schmerzcoaching dient als Hilfe zur Selbsthilfe, weil Sie ExpertIn Ihres Lebens sind und unterstützt Sie als GeburtshelferIn beim Finden des Eigenen. Nur Sie allein wissen, was Ihnen gut tut. Schmerzcoaching unterstützt Sie dabei, dass für Sie passende zu finden und begleitet Sie auf dem Weg der Heilreise. Diesen Weg steuern Sie selbst und Sie lernen, wie Sie gut für sich sorgen können. Dazu gehört auch „Nein-Sagen-Können“, sowie aus der Perfektionismusfalle auszusteigen, körperlich wieder aktiv zu werden und zu lernen sich nicht permanent zu überfordern. Dieser Weg ist spannend und eine Bereicherung des eigenen Lebens. Es geht darum, die Lebensqualität zu heben und ein erfülltes Leben zu führen.

©Tamara Gunacker / Lebens- und Sozialberatung/Schmerzcoach/Burn-Out Präventionsberatung/Bildungs- und Berufsberatung

Tamara Gunacker

Möchtest du dem VITAfamily Expertenteam eine Frage stellen? Dann klicke hier!

Hier geht es zu Fragen & Antworten des VITAfamily Expertenteams

auf Facebook auf Facebook teilen

Mehr zum Thema:

Kommentare

Kommentar

Wow klingt gut - die Psycho-Ecke und das von Arzt zu Arzt rennen kenn ich gut.
Alternativmedizin ausprobieren - verschiedenstes testen hat seeeehr geholfen.


Kommentar abgeben

Bild-CAPTCHA
Gib bitte die Zeichen (Imagecode) die du im oberen Bild siehst ein (auf Groß,- und Kleinschreibung achten)!
Wenn du den Imagecode nicht mehr eingeben willst: Log dich ein!