Noch keine sichere Eisdecke auf Wiens Naturgewässern

Wechselhaftes Wetter erhöht Risiko zusätzlich

Der heutige Morgen war bitterkalt und schon seit Tagen zeigt das Thermometer im Osten Österreichs Minusgrade. Während man in Westösterreich weiterhin auf ergiebigen Schneefall bis in die Tallagen wartet, liegt im nordöstlichen Niederösterreich soviel Schnee wie seit 20 Jahren nicht mehr! Wenn man über die Donaubrücken fährt, kann man bereits eine Eisdecke erkennen, doch Eislaufen auf einem der Wiener Naturgewässer kann lebensgefährlich sein. Davor warnt die Magistratsabteilung MA 45 - Wiener Gewässer. Besonders kritisch sind die wechselhaften Witterungsverhältnisse der letzten Wochen sowie Strömungen.

"Die Gefahr lauert unter der Gewässeroberfläche", betont Gerald Loew, Leiter der MA 45: "Die Eisbildung auf den Wiener Gewässern ist sehr schwer einzuschätzen. Denn die Wetterbedingungen schwankten während der vergangenen Wochen stark." Außerdem werden die meisten Gewässer durch Grundwasserzuflüsse gespeist. Auch die Alte und Neue Donau. Unabhängig von der Lufttemperatur, also auch bei extrem kaltem Wetter, ist dieses Grundwasser durchschnittlich rund sieben Grad Celsius warm. Es strömt an den verschiedensten Stellen in die Gewässer ein. Durch die Erwärmung von unten ist die Eisdecke an diesen Stellen besonders dünn.

Hinzu kommen Grundwasserströmungen und -schwankungen sowie offene Stellen im Eis unter Brücken sowie bei Pfeilern. Aufgrund dieser Gefahren rät Loew vom Eislaufen auf den gefrorenen Gewässern Wiens unbedingt ab: "Auch wir als Experten können wegen der vielfältigen Einflüsse keine sicheren Angaben zur Eisdicke machen. Die Wahrscheinlichkeit am Eis einzubrechen, ist jedenfalls hoch." Ein solcher Unfall kann lebensbedrohlich sein: Die Alte Donau misst bis zu vier Meter, die Neue Donau bis zu sieben Meter Tiefe.
Deshalb empfiehlt die MA 45, die Schönheit der Wiener Gewässer während des Winters nur vom Ufer aus zu genießen. Ein sicheres Vergnügen bieten hingegen die Wiener Eislaufplätze. Als Krönung lockt noch bis 7. März 2010 der Wiener Eistraum am Rathausplatz. Hier erleben Eislaufbegeisterte und Eisstockschützen auf 5.600 Quadratmetern Eisfläche echten Winterzauber, ohne unsichtbare Gefahren.

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Kommentare

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Auf der Webcam des Yachtclub Seewind (www. ycs.at) sieht man, dass das Eis aufgrund der Rauheit derzeit nicht zum Eislaufen geeignet ist.


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Ich, habe totale Angst auf einem Teich eiszulaufen. Ich gehe lieber mit meinen Kindern auf einen Eislaupfplatz.


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Ich hab einmal bei einem Film gesehen, wie einer ins Eis einbricht - untertaucht und dann nicht mehr die Einbruchstelle findet. War zwar ein spannender Krimi und wahrscheinlich bricht man nicht mit so einer Wucht ein, dass man gleich drei Meter abtaucht, aber alleine die Vorstellung - ein Horror!


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I travelled by train over the Danube this morning and one could see the cracks where some people tried already. Wouldn't suggest it just yet ;)


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