Warm und feucht – Das richtige Wetter für Eierschwammerl
Expedition in den Wald
Die Pilzfreunde unter euch waren bestimmt schon unterwegs. Seit Juni findet man in unseren Wäldern einen der begehrtesten Speisepilze: das Eierschwammerl (Cantharellus cibarius).
Ein Waldspaziergang kann sich aber auch für unerfahrenere Schwammerlsucher lohnen, denn das Eierschwammerl ist leicht zu erkennen - zudem besteht kaum die Gefahr sich bei Verwechslung mit einem ähnlich aussehenden Pilz eine ernsthafte Vergiftung einzuhandeln.
Die charakteristischen Merkmale sind der dotter- bis goldgelbe, erst runde (knopfförmige) und dann leicht trichterförmige Hut und der gleichfarbige sich nach unten verjüngende Stiel, der allmählich in den Hut übergeht. Die Hutunterseite ist mit mehr oder weniger breiten, teils gegabelten Leisten bedeckt, die allmählich in den Stiel auslaufen. Das Fleisch ist weiß- bis blassgelb. Frische Exemplare riechen fruchtartig (nach Marillen).
Verwechseln kannst du das richtige Eierschwammerl mit dem „falschen“ Eierschwammerl oder „falschen“ Pfifferling oder mit dem Ölbaumpilz. Dieser kommt in unseren Breiten aber nicht vor, da er wärmere Gegenden bevorzugt. Verursachen können diese falschen Eierschwammerl Brechdurchfall und Völlegefühl. Am besten ist es natürlich, wenn du dir nicht sicher bist, du lässt den Pilz im Wald.
Eierschwammerl stehen meist nicht einzeln sondern in größerer Anzahl vor allem in Mischwäldern (Fichten, Buchen, Birken, Eichen und Kiefern). Findest du wilde Heidelbeersträucher und bemooste Flächen, dann kannst du dir relativ sicher sein, dass du im richtigen Wald auf der Suche bist.
Hast du ein Platzerl mit Schwammerln gefunden, stehen dort und in der näheren Umgebung meist weitere. Wegen der hohen Quote an Fundstücken macht es auch Kindern Spaß sich auf die Suche zu machen. Und bist du einmal vom Schwammerlsuchvirus infiziert lässt du nicht locker, bis du ein Körberl voll gesammelt hast...
Gesund und kalorienarm
Frische Eierschwammerl haben viel Folsäure und einen hohen Ballaststoffanteil. Außerdem enthalten sie Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Magnesium und sind reich an Vitamin A, D und B.
Sehr überraschend ist auch der recht hohe Eisengehalt (6.5 mg/100g). Das ist mehr Eisen als eisenreiches Gemüse (außer Brennessel und Ingwer) hat.
Eierschwammerl sind auch recht ballaststoffreich. Neben Zellulose enthalten sie aber auch das unverdauliche Chitin, deshalb sind sie schwer verdaulich und sollten gut gekaut werden!
Was du mit den Eierschwammerl machen kannst?
Nun, am besten schmecken sie natürlich frisch (nicht roh!). Du kannst sie aber auch einfrieren oder einmachen. Trocknen funktioniert leider nicht.
Leckere Rezepte findest du überall im Internet. Vom Eierschwammerlgulasch über Risotto bis zum Blattsalat mit gerösteten Eierschwammerl, aber auch deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Achte aber darauf, die Pilze nicht zu spät am Abend zu essen (schwer verdaulich) und dazu ein Glas Fruchtsaft (mit Vitamin C zur besseren Eisenaufnahme) zu trinken.
Mahlzeit! Hier geht es zu unseren Rezepten!
[Disclaimer]









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