Gift im Spielzeug

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Internationale Koalition zur Spielzeugsicherheit gründet sich auf Initiative von WECF

© S. Hofschlaeger/PIXELIO/www.pixelio.de

Während gerade die Spielzeugindustrie auf der 61. Internationalen Spielzeugmesse in Nürnberg - die Messe läuft noch bis morgen - ihre Neuheiten feiert, werden nach wie vor Millionen Kinder weltweit giftigen Schadstoffen in Spielzeug ausgesetzt. Ungeachtet der Meldungen vergangener Zeit, wonach immer wieder Stoffe wie Blei, gesundheitsschädigende Weichmacher (Phthalate) oder Formaldehyd in Spielzeug gefunden werden, scheint die Spielzeugindustrie dieser Tatsache viel zu wenig Konsequenzen folgen zu lassen.

„Das bedrückende bei der Frage zu Gift in Spielzeug ist die Tatsache, dass hier auf Kosten der Gesundheit der Kinder Profit gemacht wird“ meint Alexandra Caterbow, Spielzeugexpertin von WECF - Women in Europe for a Common Future - und Mitbegründerin der Safe Toys Coalition. „Viele dieser Stoffe, die nachweislich die Gesundheit beeinträchtigen sind schlicht nicht nötig.“

Damit Spielsachen nicht krank, sondern Spaß machen, haben sich auf Initiative von WECF Organisationen aus verschiedenen Ländern zur Safe Toys Coalition zusammengeschlossen. Ziel dieser Koalition ist es im Dialog mit Industrie und Politik und mit den Verbraucher(inne)n weltweit für sicheres Spielzeug einzutreten. Spielwaren sind ein globaler Markt und sollten weltweit sicher sein. Dazu hat die Safe Toys Coalition ein gemeinsames Statement erarbeitet, welches in der nächsten Zeit mehr als 100 Unterstützer weltweit haben wird. Die Safe Toys Coalition fordert zum Beispiel eine erneute Überarbeitung der Europäischen Spielzeugrichtlinie. Diese ist keineswegs eine Verbesserung und erlaubt z.B. jetzt mehr Blei in Spielzeug als vorher.

Viele Spielsachen enthalten synthetische Chemikalien, die Kinder krank machen können. In Plastikspielzeug finden sich gefährliche Weichmacher, die das Hormonsystem schädigen können, in geleimten Holzpuzzle Formaldehyd, das Krebs erregen kann oder in Teddybären gesundheitsschädliche Flammschutzmittel. Dies ist besonders zynisch, da unabhängige Tests bestätigen, dass fast alle dieser gefährlichen Chemikalien durch sichere ersetzt werden können.

Kinder sind wesentlich empfindlicher als Erwachsene: durch ihre größere Hautoberfläche im Verhältnis zum Gewicht, ihr höheres Atemvolumen und ihre erhöhte Stoffwechselrate nehmen sie mehr Schadstoffe auf. Ihr Immun- und Nervensystem befindet sich noch in der Entwicklung. Gefährliche Schadstoffe finden sich auch in Kosmetik, Möbeln und anderen Alltagsprodukten. Kinder sind damit einer Vielzahl von gefährlichen Chemikalien aus vielen verschiedenen Quellen ausgesetzt. Selbst kleinste Mengen an Schadstoffen reichen aus, um die Entwicklung eines Kindes nachhaltig zu beeinträchtigen – manchmal ein Leben lang. Dies zeigen etwa steigende Allergie- und Krebsraten.

Hier geht es zum WECF Ratgeber über sicheres Spielzeug!

 

Kommentare


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Sucht doch einfach nach Alternativen zum den Sachen aus Asien. Es gibt auch noch Hersteller die z.B. in Deutschland produzieren.
Tipp: d-toy.de


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Können wir heutzutage gar nichts mehr kaufen.


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Ich glaube, wir werden auf Holzspielzeug umsteigen.


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Es ist wirklich traurig, dass für alles Richtlinien aufgestellt werden müssen. Dabei sollte es doch selbstverständlich sein, dass Spielzeug nicht krank machen darf, oder?


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