35 Mio. Euro für Nachhilfe!

Kostspielige Intensiv-Nachhilfe in den Sommerferien

Die Ferien stehen vor der Tür: Rund 60.000 bis 70.000 SchülerInnen werden ein oder mehrere Nicht Genügend im Zeugnis haben.
Gut zwei Drittel davon (45.000) werden sich auf eine Nachprüfung vorbereiten. "Nicht nur die Kinder müssen einen Teil ihrer Ferien fürs Lernen opfern, auch für die Eltern ist Nachhilfe zeit- und kostenintensiv", sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina.
"Für private Nachhilfe geben Eltern allein nur im Sommer 35 Millionen Euro aus." Wer sich für Nachhilfe in einem Intensivkurs im Sommer entscheidet, muss für den Einzelunterricht mit durchschnittlich fast 25 Euro pro Stunde rechnen. Der Gruppenunterricht kostet fast 15,50 Euro. Das zeigt ein AK Test bei 23 Nachhilfe-Instituten in Wien.

In den Sommerferien werden spezielle Nachhilfe-Angebote in Intensivkursen angeboten. Die AK hat im April und Mai die Preise für Intensiv-Nachhilfe in Deutsch, Englisch, Französisch, Mathematik und Rechnungswesen erhoben. Alle Preise wurden auf 60 Minuten umgerechnet.

Einzelunterricht kostet in den Nachhilfe-Instituten 13,50 bis 31,75 Euro für 60 Minuten. "Einzel-Nachhilfe kostet im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent weniger", rechnet Delapina vor. Nachhilfe in Kleingruppen dagegen ist teurer geworden (um plus 5,4 Prozent): Eine Stunde kostet 7,71 bis 23 Euro.

Tipps der AK Konsumentenschützer, damit es mit der Nachhilfe klappt:

- Frage Freunde oder andere Eltern nach Erfahrungen mit Nachhilfe-Instituten.

- Preisvergleiche lohnen sich! Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist günstiger. Aber es gibt auch gute Angebote mit wenigen Unterrichtseinheiten.

- Achte beim Preisvergleich auf die Unterrichtsdauer. Die Unterrichtsblöcke betragen 45 bis 100 Minuten. Vom lernpsycholgischen Standpunkt empfehlen sich grundsätzlich 45 bis 50 Minuten. Danach sollte es eine Pause von rund zehn Minuten geben.

- Frage beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der SchülerInnen. Bei drei bis vier SchülerInnen wurden von Instituten teilweise
genauso gute Lernerfolge beobachtet wie beim Einzeltraining. Wenn zu viele SchülerInnen (mehr als acht) in der Gruppe sind, ist der Lernerfolg meist schlechter.

- Frage beim Gruppenunterricht auch nach der Lernstufe der SchülerInnen. Der Lernerfolg kann etwa bei Mathematik schlechter
sein, wenn das Alter der SchülerInnen oder die Lernstufe zu unterschiedlich sind.

- Vereinbare einzelne Probestunden, bevor du dein Kind in einen Kurs gibst.

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Kommentare

Kommentar

Sapperlott! Da fragt man sich schon, was da nicht stimmt?! Es gibt ja schließlich bereits Personen die dafür bezahlt bekommen, dass sie zielführend den Kindern Wissen vermitteln. Und dann nochmal dafür bezahlen?


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