LESEDOCKs gegen Langeweile

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85 Prozent der 3 bis 10-Jährigen sind von den LESEDOCKs begeistert

© Zeit Punkt Lesen/Mani Hausler

Um den jungen PatientInnen eine Alternative zu gängigen Beschäftigungen während eines Spitalsaufenthalts zu bieten, haben Zeit Punkt Lesen und die NÖ Landeskliniken-Holding die LESEDOCKs entwickelt.

Dieses österreichweit einzigartige Angebot bereichert seit Ende 2008 an 11 Spitalsstandorten die Gestaltung der Freizeit, regt zum Lesen an und fördert damit die Kreativität. Nach einem Jahr im Einsatz befragte Zeit Punkt Lesen gezielt die BenutzerInnen der LESEDOCKs – Kinder, Jugendliche und deren Eltern. Fazit: Die LESEDOCKs kommen nicht nur überwiegend positiv an, sie bieten dem Fernsehen als hauptsächliche Freizeitgestaltung Paroli.

Primarius Hans Salzer, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung, Landesklinikum Tulln, Standort des ersten
übergebenen LESEDOCKs, bestätigt das veränderte Freizeitverhalten: „Meine Erwartung wurden erfüllt: Die LESEDOCKs werden von unseren jungen PatientInnen intensiv genützt. Mittlerweile sind sie eine beliebte Alternative zu Fernseher und Computerspiel“.

Für Paulus Hochgatterer, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Landesklinikum
Tulln, hat das LESEDOCK die vielfältigen Belastungsproben, denen es an seiner Abteilung zwangsläufig
unterzogen wird, bis jetzt weitgehend unbeschadet überstanden. „Das spricht eindeutig für die Damen und Herren, die das Ding formal und technisch geplant haben. Es ist zu einem Ausstattungsstück der Abteilung geworden, das in selbstverständlicher Weise seinen Platz hat und ebenso von den Kindern und Jugendlichen genützt wird.“

LESEDOCKs gegen Langeweile:

  • Über 72 Prozent der dazu befragten 11 bis 17-Jährigen sehen in den LESEDOCKs definitiv oder teilweise ein Mittel gegen Langeweile im Krankenhaus.
  • Immerhin 37,5 Prozent aller Befragten lernten durch das LESEDOCK andere junge PatientInnen kennen, wobei sogar knapp zwei Drittel der Kinder (3 bis 10 Jahre) Bekanntschaft mit anderen Kindern machten.

Sehr starke Zustimmung bis 14 Jahren

  • Bei über 87 Prozent der Kinder und Jugendlichen kommt das LESEDOCK gut an, rund 44 Prozent finden es sogar „toll“. „Sehr schön“ finden es 85,2 Prozent der 3 bis 10-Jährigen.
  • „Toll“ lautet das Urteil bei jeweils über 50 Prozent der Befragten in den Altersgruppen von 3 bis 14 Jahren. Bei den 15 bis 17-jährigen Jugendlichen geht die Zustimmung zurück, aber immer noch über 70 Prozent finden die LESEDOCKs „toll“ oder „OK“. Angesichts des laut Leseforschung für diese Altersgruppe typischen Knicks der Lesebegeisterung nach unten ein gutes Ergebnis.
  • In der Altersgruppe von 11 bis 17 gefällt das LESEDOCK Burschen geringfügig besser als Mädchen. Diese gaben aber an, es öfter als Burschen genützt zu haben. Knapp 57 Prozent der Mädchen dieser Altersgruppe gingen beim ersten Anblick sofort zum LESEDOCK, von den Burschen tat dies die Hälfte.
  • 72 Prozent aller Altersgruppen wurden im Schnitt sofort neugierig auf das LESEDOCK. Dies trifft sogar auf alle 3 bis 5-Jährigen, sowie auf 80 Prozent der Kinder im Alter von 6 bis 10 zu.
  • Ebenfalls rund 72 Prozent aller Befragten würden es weiter empfehlen.

Lesedock oder TV:

  • Etwas mehr als die Hälfte der Befragten gab an, sowohl mehr das LESEDOCK nutzen, als auch mehr Fernsehen zu wollen. Rund 20 Prozent geben dem LESEDOCK, knapp 30 Prozent dem Fernsehen den Vorzug.
  • Bei den 3 bis 10-Jährigen überwiegt sogar stark der Wunsch, sich mehr mit dem LESEDOCK zu beschäftigen, als TV zu sehen.
  • Die Mädchen beschäftigen sich im Gegensatz zu den Buben tendenziell lieber mit Fernsehen als
    mit dem LESEDOCK.

Bücher am beliebtesten:

  • Von den zehn verschiedenen Angeboten des LESEDOCKs nutzen die befragten Kinder und Jugendlichen
    Bücher mit knapp 64 Prozent am stärksten, gefolgt von Rätselblöcken mit 62 Prozent und Hörbüchern mit rund 58 Prozent.
  • Selbst drei Viertel der 3 bis 5-Jährigen nützten die aufliegenden Bücher.
  • Bei Mädchen sind Rätselblöcke mit fast 70 Prozent die Favoriten, gefolgt von Büchern mit rund 68 Prozent. Burschen bevorzugten mit knapp 64 Prozent vor allem Bücher, gefolgt von Rätselblöcken mit rund 53 Prozent. Zeitschriften und Magazine, laut Leseforschung oftmals Nummer eins bei den Burschen, liegen in der Nutzungsskala nur an fünfter Stelle.
  • Am seltensten wurden die Decodierscheibe und der Deutsch-Türkische Sprachführer genützt.

Was Eltern sagen:

  • Über 80 Prozent der befragten Eltern betrachten die LESEDOCKs als „sehr sinnvolle“ bis „sinnvolle“
    Einrichtung.
  • Vor allem der Aspekt einer sinnvollen Abwechslung im Krankenhausalltag wird von den Eltern hervorgehoben.
  • Knapp die Hälfte betrachtet die LESEDOCKs als sehr hochwertiges Angebot, dessen Gestaltung
    überwiegend gut auf die Bedürfnisse der jungen PatientInnen abgestimmt ist und kommunikationsfördernd
    sei.
  • Fast 59 Prozent wünschen sich LESEDOCKs auch außerhalb des Spitals.

Über die Befragung und die Befragten:
Die Befragung fand im Herbst 2009 statt, wurde von section.a unter der Beratung des SORA-Institutes for Social Research and Analysis konzipiert und im Auftrag von Zeit Punkt Lesen durchgeführt. Ausgewertet
wurden 102 Fragebögen, die für PatientInnen im Alter von 2 bis 18 Jahre konzipiert waren. Ein spezieller Abschnitt richtete sich an deren Eltern. Ausgeteilt wurden die Fragebögen in elf Kinder- und Jugendstationen niederösterreichischer Spitäler. 43,5 Prozent der Befragten sind zwischen 3 und 10 Jahre alt, 65,5 Prozent zwischen 11 und 17 Jahre. Unter den Antwortenden gab es keine 2 bzw. 18- Jährigen. Rund 61 Prozent sind Mädchen. Bei 92,4 Prozent der Befragten wird zuhause deutsch, bei 4,3 Prozent türkisch gesprochen. Über 64 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren zum Zeitpunkt der Befragung seit drei Tagen im Spital, der Rest bereits länger.

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Kommentare


Kommentar

Manchmal scheinen die Politiker doch noch Sinn und Vernuft in sich zu haben, das ist eine klasse Idee


Kommentar

Find ich auch gut...


Kommentar

Eine sehr gute Idee, so kann man die Kinder einwenig ablenken, und für eine Weile vergessen die Kinder, warum sie eigentlich im Krankenhaus sind.


Kommentar

SUPER IDEE!


Kommentar

Das finde ich zur Abwechslung eine gute Idee der Landesregierung...


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