Warnung vor unseriösen Jugendreise Anbietern
Der Preis sollte nicht das entscheidende Auswahlkriterium sein
Der Februar ist in vielen Familien der Monat, in dem man sich aktiv mit der Auswahl einer Jugendreise beschäftigt. Kein Wunder, dass er bei vielen Reiseveranstaltern der buchungsstärkste Zeitraum ist. Verantwortungsbewusste Eltern sollten bei der Auswahl der Reise und des Reiseveranstalters mitwirken und auf Qualitätskriterien achten, die einen sicheren und gut betreuten Urlaub garantieren. Denn Jugendreiseanbieter ist nicht gleich Jugendreiseanbieter.
Aktuell tauchen immer mehr Jugendreise-Anbieter auf, die mit Reisen zu unseriösen Dumpingpreisen werben. Obwohl ein hoher Reisepreis nicht automatisch für ein hohes Maß an Qualität steht, sollte man sich besonders preisgünstige Angebote aufmerksam ansehen und kritisch hinterfragen. Denn bei solchen "Schnäppchen" wird normalerweise an wesentlichen Stellen gespart: bei der Betreuung, dem Programmangebot, der Unterkunft oder der Verpflegung. Generell sollte man vorsichtig sein bei Veranstaltern, die aus anderen Sparten, wie Pauschal-, Senioren- oder Busreiseanbietern entstanden sind. Derartige Veranstalter haben oftmals wenig pädagogischen Hintergrund und versuchen über ihre Preise, möglichst viele Teilnehmer zu gewinnen.
Ein vertrauenswürdiger Jugendreiseanbieter hat sehr gut ausgebildete Betreuer, die ihren Job zu jeder Tages- und Nachtzeit ernst nehmen. Ein Jugendreiseleiter muss eine fundierte, mehrtägige Ausbildung erhalten. Dabei sind Bereiche wie Pädagogik, Konfliktbehandlung, Länderkunde, Animation sowie rechtliche und medizinische Grundlagen Pflicht. Haben Eltern Zweifel im Bezug auf die Betreuung während der Reise, haben sie jederzeit das Recht, Informationen zum Betreuungskonzept auf Anfrage anzufordern.
Gute Reiseangebote drehen sich nicht nur um die Verminderung von Langeweile oder um Beschäftigung der Jugendlichen, sondern verfolgen den Anspruch, den Teilnehmern neue Erfahrungen zu ermöglichen. Verschiedene Programmbausteine sollten miteinander kombiniert werden können, so dass jeder Jugendliche seine Interessen individuell in seinem Urlaub verfolgen kann.
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung gehört für jeden Jugendreiseanbieter zu einem qualitativ hochwertigen Reiseangebot. Eltern vertrauen ihre Kinder dem von ihnen ausgewählten Veranstalter für einen längeren Zeitraum an und sollten sicher gehen können, dass die Gesundheit ihrer Sprösslinge unterstützt wird. Je nach Verpflegungsangebot müssen abwechselungsreiche, ausreichende und ausgewogene Mahlzeiten angeboten werden. Auch hier gilt: Eltern können das Verpflegungsprogramm auf Anfrage erhalten.
Internationale Sprachreise Veranstalter:
EF: www.ef.co.at
IST-Sprachreisen: www.sprachreisen.or.at
LAL Sprachreisen (FTI-Touristik): www.lal.at
Studiosus: www.studiosus.com/sprachreisen
STA Travel: www.statravel.at
SFA: www.sfa-sprachreisen.at
Veranstalter mit individuellen Angebote:
www.allez-y.at
www.camps4you.com
www.carpe.at,
www.tuttolingua.at
www.cef.at
www.efa.at
www.flamenco-sprachreisen.at
www.fsts.at
www.sprachreisen.at
www.pierre-overall.com
www.sprachreiseteam.at
www.supertramp.at
Zertifizierte Organisationen vom BMUKK empfohlen, findest du hier!
[Disclaimer]







Kommentare
Von wegen Impressum: ausser das Quax ein Partner von Standard.at ist, und Copyrightvermerke wird hier nicht viel offen gelegt. Schon Eigenartig, wozu gibt es ein Medengesetz? Mit wem haben wir es hier tatsächlich zu tun??
Zu den Empfehlungen des BMUKK. Auf dieser Liste werden nur Reiseveranstalter vulgo Reisebüros geführt, primär mit Auslandsreisen. Für österreichische Sprachschulen werden keine Empfehlungen abgegeben. Ein Schelm der sich hier böses denkt. Die Optik ist allemal mehr als schlecht. Aber überprüft das BMUKK auch die Vertragsunternehmen der Reisebüros - ich denke nicht. Stellen Sie sich vor, alle Sprachschulen, welche Reisebüros engagieren und alle Gastfamilien zu überprüfen - auf der anderen Seite, die Arbeitslosenrate in Österreich würde sinken ...
Die obigen Kommentare sind nur die Spitze des Eisberges an schlechten Erfahrungen. Klagen über Verpflegung und Gastfamilien sind noch das geringste Übel. Es gibt Akten bei den britischen Behörden, welche über Raubüberfälle, schwerste Körperverletzungen und dergl. berichten. Um dies zu relativieren - dies kann auch in Österreich geschehen.
Als unseriös empfinde ich Reisebüros, welche als Sprachschule auftreten, und nur im ganz klein gedruckten wird ersichtlich, das es sich um ein Reisebüro handelt. Interessant dabei ist die Gesetzeslage in Österreich, ein Reisebüro darf sich ohne weiteres als Sprachschule deklarieren, aber eine Sprachschule darf nicht mit seinen Schülern eine selbst organisierte Reise nach G.B. oder anderwohin veranstalten ohne Einbindung eines Reisebüros.
Auch ist es bedenklich, dass eine mehrtägige Schulung als Ausbildung tituliert wird. Berufsausbildungen dauern im allgemeinen länger als ein paar Tage. Aber nachdem dies ja auch von unserer p.t. Bundesregierung als ausreichend empfunden wird ...
Auf der anderen Seite sind aber auch die Eltern in die Verantwortung zu nehmen. Zum einen - von wegen der Sprachumgebung, wir wissen doch aus unserem eigenen Land, das es genügend Einwanderer oder Gastarbeiter gibt, welche nach jahrelangem Aufenthalt und der täglichen deutschsprachigen Umgebung noch immer nicht ordentlich Deutsch sprechen - also automatisch geht hier gar nichts. Zum anderen, glauben die p.t. Eltern tatsächlich, dass es Menschen gibt, welche Urlaubs- oder andere Gäste aus caritativen Einstellungen oder aus Menschenliebe für ein paar Wochen aufnehmen und Verpflegen. Dies sind Familien, welche die paar Euro oder Pfund dringend benötigen und keine Zeit für fremde Kinder haben. Und zum anderen, denken die p.t. Eltern tatsächlich, dass es in anderen Ländern soviel anders ist als im eigenen Land. Zum Einkaufen gibt es fast nur mehr Geschäfte mit Selbstbedinung, die Bereitschaft der Menschen mit Unbekannten zu sprechen ist überall eher gering, die Phobie vor Fremden, vorallem wenn es davon allzuviele gibt ist auch überall gleich. Wären Sie besonders freundlich wenn jedes Jahr tausende Jugendliche zwischen 10 und 19 Ihre Kleinstadt oder Ortschaft überschwemmen? Ganz Abgesehen davon, dass das Vokabular unserer Schüler nicht ausreicht um eine Konversation zu führen, zusätzlich zu der Schwierigkeit die lokale Aussprache auch zu verstehen. Und zurück in der Schule, würden die Lehrer auch keine Umgangssprache von der Straße akzeptieren.
Und zum Ende, wie kann ein Reisebüro die Qualität einer fremden Sprachschule oder was sich so nennt auch überprüfen. Da werden beim Unterricht die Kinder Altersmäßig bunt zusammengewürfelt, es wird und kann auch keine Rücksicht auf die jeweiligen Lehrpläne genommen werden und es finden sich unter Garantie die Kinder mit gleicher Muttersprache - aus ist es mit dem Sprechen in der Zielsprache.
In einer Wirtschaftszeitung gibt es einen Artikel mit dem Titel: Sind wir wirklich so blöd? Es scheint so, denn mit ein bischen Menschenverstand, den Hausverstand hat ja ein deutscher Lebensmittelkonzern gepachtet, ist das alles doch ganz einfach zu durchblicken.
Ebenso der Gehalt des Artikels - ich habe mich der Mühe unterzogen die angeführten Seiten durchzusehen. Also offengelegt wird hier bei den wenigsten Anbietern, viele schöne Worte, wenig und manchmal ziemlich versteckte Info über die relevanten Punkte. Und bei manchen fehlt sogar das gesetzlich vorgeschriebene Impressum. Soviel zur Qualität einzelner Artikel in unserer ehrenwerte Presse.
Man sollte schon ein bisschen differenzieren. Vor allem wenns hier doch um Qualität geht.
Das Essen in England ist besser als sein Ruf - nur nicht bei allen Familien.
Dass hier von gutem pädagogischen Hintergrund und hervorragenden Betreuern die Rede ist, und dann Links zu einigen eher nicht empfehlenswerten Anbietern gesetzt werden, ist allerdings etwas eigenartig - die Gastfamilienauswahl von EF ist m.E. beispielsweise eher grenzwertig. Da hat sich der Verfasser die Google-Suche wohl etwas einfach gemacht.
Richtig ist: nicht allein auf den Preis achten. Es muss nicht der teuerste, aber auch nicht der billigste Veranstalter sein. Ich würde gezielt z.B. nach "Schülersprachreisen England" googlen, alle Veranstalter auf den ersten zwei, drei Seiten kontaktieren und meine Fragen stellen. Ein guter Veranstalter wird sich dafür Zeit nehmen.
Dass Englang fürs Essen nicht berühmt ist, kennt man schon vom Asterix. Solange eine Sprachreise von der Schule aus organisiert ist, habe ich keine Bedenken und wenn meine Kinder dafür reif genug sind. Eine Erfahrung ist es sicher wert, um vieles selbstverständlich gewordene wert zu schätzen. Wir werden heuer die ersten Erfahrungen damit sammeln und hoffe auf die Kompetenz der Lehrer auf unserer Schule und der Qualität des Veranstalters.
Hab da kürzlich auch schlechte Erfahrungen gemacht. Zielort war England, Veranstalter EF Sprachreisen. Absolut nicht zu empfehlen. hat schon bei der Organisation gehapert: wir wussten bis zum letzten Tag vor Abflug nicht, wo unsere Kinder genau wohnen werden. Nur dass es Gastfamilien sein werden, aber keine Namen oder Adressen. Bei der Endabrechnung kamen plötzlich 40€ dazu, von denen vorher nie die Rede war und die zuständige Dame hat sich mehrmals verleugnen lassen, bzw. auf Anfragen nicht reagiert. Vom Essen ganz zu schweigen, es gab jeden Tag nur Cornflakes und Toast zum Frühstück,ausnahmslos. Einige Kinder durften noch spät in der Nacht durch die Straßen streifen, es war halb elf Ortszeit. Andere wohnten bei einem alleistehenden Mann, der sich nicht um die Verpflegung kümmerte, die Kinder mussten sich ihr Essen selbst organisieren. Und ob ihr Englisch dadurch besser geworden ist weiß ich nicht. Gekostet hat das ganze über 800 insgesamt.
Meine Tochter möchte auch eine Sprachreise machen, aber irgendwie ist mir das nicht so Recht. Ich tu mir ziemlich schwer jemanden mein Kind (obwohl sie ja schon Groß ist) anzuvertrauen. Wer weiß was das für Leute sind. Mann hört ja immer so schlimme Sachen - sie oben die Kommentare.
Ich war bei einer Gastfamilie in Canada, da hat es drei Wochen lang nur Hamburger gegeben...
Als ich dann wieder zuhause war, hatte ich mir geschworen nie mehr einen zu essen. Das hat allerdings auch nicht lange angehalten ;-)
Kulinarische Horrorgeschichten könnte ich aus England erzählen... aber Spaß hat es trotzdem gemacht!
Also meine Cousine war auf Sprachreise und dabei bei einer Gastfamilie einquartiert, da wurde um punkt 22:00 das Licht abgedreht und das Essen war portioniert - selbst das Ketchup gab es nicht zur freien Entnahmen.
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