Zinsen - was ist das?
Sparefroh TV soll Wissenslücken bei Kindern schließen
Finanzkrise, Staatsbankrott, Zinsen, Aktien, Anleihen oder Fonds beherrschen schon seit längerer Zeit unsere Medien. Doch selbst in der Krise scheinen wir uns sehr wenig um diese Begriffe zu kümmern.
Vor allem Jugendliche können Basisbegriffe wie „Zinsen“ oder „Bruttoinlandsprodukt“ nicht erklären. Das Wirtschaftwissen der Österreicher erhält heuer nur ein „genügend“, das zeigt eine Studie von IMAS International im Auftrag der Erste Bank und Sparkassen. 4 von 10 Österreichern können mit „Zinsen“ nichts anfangen. Erschreckend ist die Zahl insbesondere deshalb, weil fast jeder Österreicher ein Konto besitzt (98%).
„Gerade in Österreich scheint es in der Bevölkerung eine gewisse Abneigung gegen die Beschäftigung mit Wirtschaftsthemen zu geben. Wir müssen aber endlich einsehen, dass es in unserem ureigensten Interesse ist, wenn wir uns in diesen Bereichen auskennen. Wir alle brauchen Strategien, wie wir mit unserem Geld am besten umgehen, damit am Ende auch noch genug da ist. Deshalb muss finanzielle Allgemeinbildung möglichst früh beginnen“, meint Beate Blaschek, Leiterin der Abteilung Finanzdienstleistungen und Verbraucherbildung des Sozialministeriums.

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur setzen Erste Bank und Sparkassen nun auf „Sparefroh TV“. Ein Pilotversuch hat im vergangenen Jahr gezeigt, dass jede dritte Volksschule in Österreich eine Lerneinheit mit Sparefroh TV eingesetzt hat – „ein überwältigender Erfolg“, so Thomas Uher, Vorstandsprecher der Erste Bank.
Sparefroh ist eine Figur aus den 1950er Jahren, die ursprünglich aus Deutschland kommt und von der damaligen Zentralsparkasse der Gemeinde Wien und später auch den Sparkassen in Österreich verstärkt in den 70er und 80er Jahren eingesetzt wurde. In den 90er Jahren wurde es etwas stiller um den Kinderhelden, der laut Wikipedia-Eintrag Bekanntheitswerte wie der österreichische Bundespräsident haben soll. Die Sparkassen haben den Sparefroh 2006 aus dem Ruhestand geholt. Sparefroh erklärt in den Lernepisoden werbefrei richtigen Umgang mit Geld. In der aktuellen Folge stellt er sich mit dem Moderatorenpaar Kati und Klaus der Frage, was man sich für sein Geld kaufen soll und wann man dafür einen Kredit aufnimmt. Die Episoden wurden vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur für den Einsatz in Schulen empfohlen.
Sparefroh TV ist kostenlos auf YouTube, facebook oder www.sparefroh.at zu sehen. Schulen können Sparefroh TV im Zentum polis des Unterrichtsministeriums kostenlos anfordern.
Am kommenden Montag ist wieder Weltspartag! Gehst du mit deinen Kindern in die Bank?
[Disclaimer]









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