Vorbild in Sachen Umweltschutz
Auszeichnung für Schulen und Kindergärten für ihr Engagement im Umweltschutz
Umweltminister Niki Berlakovich holte über 30 Kindergärten und Schulen aus ganz Österreich vor den Vorhang, um sie für ihr Engagement in Sachen klimaschonender Mobilität auszuzeichnen. Die prämierten Projekte reichten von Workshops und Ausstellungen über Mobilitätstage und -feste bis hin zu Umfeldanalysen, die Sammlung von Kindermeilen und die Einführung von Pedibussen – den Autobussen auf Füßen. „Mit dem Klimaschutz in der Mobilität kann man nicht früh genug anfangen. Kinder und Jugendliche sind Vorbilder, wenn es darum geht, sich umweltschonend fortzubewegen. Mit dem klima:aktiv mobil Förderungs- und Beratungsprogramm unterstützt das Lebensministerium in Zusammenarbeit mit dem Klimabündnis Österreich Kinder, Eltern und Schulen bei der Entwicklung und Durchführung von klimaschonenden Mobilitätsprojekten in Bildungseinrichtungen“, so Umweltminister Niki Berlakovich.
Bewusstseinsbildung fängt schon in den Kinderschuhen an
Der Verkehr ist das Klimaschutzproblem Nummer eins in Österreich. Der PKW-Verkehr spielt hier eine besonders große Rolle. Die Hälfte aller Fahrten mit dem Auto liegen unter 5 km und ein Viertel sogar unter 2 km. Viele Kindergartenkinder und SchülerInnen werden mit dem PKW in den Kindergarten, in die Schule oder zum Spielplatz gebracht, obwohl sie diesen Weg einfach und sicher auch zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen könnten. Ein zusätzlicher Aspekt ist die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. „Bewegung ist der Grundstein für die Entwicklung unseres Nachwuchses. Mit dem klima:aktiv mobil Programm haben wir für PädagogInnen, Eltern und Kindergartenträger eine vielfältige Palette an Angeboten, Unterrichts- und Informationsmaterialien zusammengestellt, die sie dabei unterstützen, mit den Kindern alternative Lösungen zu erarbeiten, ihr Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz zu schärfen und Freude an der Bewegung zu wecken“, erklärt Berlakovich. In den letzten beiden Jahren haben 73 Bildungseinrichtungen verschiedene Aktivitäten umgesetzt. So konnten über 10.000 Kinder und Jugendliche erreicht werden. Insgesamt haben seit Beginn der Initiative 2006 183 Schulen und Kindergärten Maßnahmen entwickelt.
Mit gutem Beispiel voran
Bei der Auszeichnungsveranstaltung zeigten die Kinder und SchülerInnen im Rahmen einer Ausstellung, was sie in den letzten Jahren schon erreicht haben. So hat beispielsweise das Wiener Gymnasium Stubenbastei einen Radaktionstag durchgeführt. Die Neugestaltung des gemeinsam mit dem Lebensministerium genutzten Vorplatzes wird derzeit geplant. Die Volksschule Böheimkirchen aus Niederösterreich choreografierte ein eigenes Mobilitätsmusical „Dr. Ping“ und führte Auszüge daraus heute bei der Veranstaltung auf. Im burgenländischen Kindergarten Großpetersdorf legten die Kinder eine Fußgängerführerscheinprüfung ab und komponierten ihr „Lied zur Erde“.
klima:aktiv mobil forciert alternative Verkehrslösungen
Die Klimaschutzinitiative klima:aktiv mobil umfasst Beratungs-, Förderungs-, Bewusstseinsbildungs- und Ausbildungsprogramme. Ziel ist die Motivation und Unterstützung von Betrieben, Städten und Gemeinden, der Freizeit- und Tourismusbranche, von Schulen, Kindergärten und Jugendeinrichtungen bei der Entwicklung und Umsetzung von klimaschonenden Mobilitätsprojekten. „Mit dem klima:aktiv mobil Förderprogramm unterstützen wir Investitionen in eine umweltfreundliche Mobilität. Bereits 1.800 klima:aktiv mobil Projektpartner sparen gemeinsam 450.000 Tonnen CO2 ein. Zusätzlich konnten 3.000 green jobs geschaffen und so der Arbeitsmarkt in Österreich gestärkt werden“, betont Umweltminister Niki Berlakovich abschließend.
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