Liebst du deinen Stress oder entspannst du schon?

Acht Genusstipps zur Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder sind Weihnachtsdeko und Lebkuchen bereits ab Oktober in den Einkaufshäusern erhältlich. Die Jahresabschlüsse sowie Budgets der Unternehmen müssen fertiggestellt werden.

Wenn der erste Schnee fällt, bricht ein Verkehrschaos los. Kinder wollen besondere Adventkalender und haben spezielle Herzenswünsche. Wunschzettel an das Christkind werden geschrieben. Natürlich wollen die „kleinen Süßen“ auch einen Adventkranz basteln und Kekse backen. Weihnachtskarten gehören verfasst und abgeschickt. Der Kalender ist mit Terminen für Weihnachtsfeiern und Adventmärkte zugebucht. Achja und nebenbei versuchen wir uns zu überlegen, wem wir was zum „Fest des Jahres“ schenken könnten. Die Feiertage sind verplant, weil die gesamte Verwandtschaft beschenkt und besucht werden sollte.

„Ach diese besinnliche Jahreszeit“ – schön, wenn sie wieder vorbei ist und wir alles erledigt haben!

Ist das der Sinn, der hinter der bedachten Weihnacht steckt?
Viele Menschen fühlen sich in dieser Zeitspanne extrem gestresst. Oft gibt es Checklisten, was nicht alles erledigt werden muss. Insgeheim wächst in manchen von uns der Wunsch, weniger Stress gerade in dieser „besinnlichen Zeit“ zu haben, und stattdessen mehr Momente mit den Menschen zu genießen, die wir lieben.
Oft bleibt das bewusste Genießen auf der Strecke.

Es sind die einfachen Dinge, die unser Leben entspannter und stressfreier machen können. Heute stellen wir dir aus dem palliativen/regenerativen Stressmanagement die 8 Regeln des Genusses vor. Probier es einfach aus! Frei nach dem Motto „Liebst du deinen Stress oder entspannst du schon?“

Genussanleitung:

  • 1. Gönne dir Genuss
    Traue dich etwas Neues oder etwas, das du immer schon mal ausprobieren wolltest, auch bewusst zu genießen. Einen Tanz- oder Yogakurs? Vielleicht einen Wellnesstag? Gönn’ dir was!
  • 2. Nimm dir Zeit zum Genießen
    In dieser hektischen Zeit fällt es uns oft sehr schwer, uns einfach entspannt hinzusetzen, durchzuatmen und ohne Zeitdruck den Moment zu genießen.
  • 3. Genieße bewusst
    Mach’ dich frei von den Dingen, die noch erledigt werden müssen. Wer sich immer bemüht, viele Dinge gleichzeitig zu tun, kann den Moment nicht auskosten.
  • 4. Schule deine Sinne für Genuss
    Hier kommt es auf deine Sinne (Riechen, Schmecken, Fühlen etc.) an. Wie du die schönen Dinge des Lebens ganz persönlich wahrnimmst.
  • 5. Genieße auf deine eigene Art
    „Gut tut, was gut ist“, ist das Motto. Jede(-r) hat eine eigene Idee darüber, was ihr/ihm gut tut oder nicht. Vertraue darauf!
  • 6. Genieße lieber wenig, aber richtig
    Qualität vor Quantität! Oft ist weniger mehr. Es kommt nicht darauf an, wie viel ich konsumiere, sondern wie intensiv.
  • 7. Planen schafft Vorfreude
    „Man soll feiern, wie die Feste fallen!“ Das Spontane und Zufällige bringt einen besonderen Genuss, doch auch der Spruch „Vorfreude ist die schönste Freude!“ birgt den Genuss des Planens und den damit verbundenen Spaß daran.
  • 8. Genieße die kleinen Dinge des Alltags
    Viele Menschen versäumen kleine Glücksmomente, weil sie vergebens darauf warten, dass etwas Außergewöhnliches passiert. Oft sind es die kleinen Dinge, Aufmerksamkeiten wie ein freundliches Lächeln oder ein gutes Gespräch mit einem geschätzten Menschen, die uns den Tag versüßen. Genuss muss nicht zwangsläufig etwas Außerordentliches sein.

Silvia Haller-Prätorius, diplomierte Entspannungstrainerin, Energie-Tankstelle
erschienen in der QUAX.at Printausgabe 4/2011 vom 12. November 2011.

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