Woher kommt das Friedenslicht?
Ein neues Brauchtum unserer Zeit
Der Brauch des Friedenlichts feiert heuer sein 25- jähriges Bestehen. Ursprünglich wurde die Aktion 1986 vom ORF- Landesstudio Oberösterreich ins Leben gerufen. Die Idee dahinter war einfach: Im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ soll in Bethlehem ein Licht entzunden werden, dass den Menschen am Hl. Abend als Dank für Spenden und Verbundenheit gegeben werden soll.
Seit dem entzündet Jahr für Jahr ein anderes Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem das Friedenslicht und reist damit nach Wien. Von dort aus wird es nach einem Aussendergottesdienst weiter auf seinen Weg geschickt.
1989 griff der Wiener Pfadfinderleiter Herbert Grünwald die Idee auf und organisiert seitdem jedes Jahr - samt Team - die Verteilung des Friedenslichtes an ausländische Pfadfinderdelegationen im Rahmen einer ökumenischen Lichterfeier.
Bei dem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche Neuottakring wurde am 10.12. das Licht an internationale Pfadfinderdelegationen übergeben. Die 2000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder traten daraufhin mit Bussen, Zügen und Autos ihre Reise mit dem Licht an, um es in ihre Heimatländer zu bringen.
In Österreich kann das Friedenslicht am Heiligen Abend, 24. Dezember , ab 8.00 Uhr auf allen besetzten Bahnhöfen, in allen Dienststellen des Roten Kreuzes und in allen ORF-Studios abgeholt werden. Die Feuerwehr-Jugend verteilt es in mehreren Bundesländern von Haus zu Haus. Auch zahlreiche Jugendorganisationen verteilen das Licht des Friedens.

Das oberösterreichische Friedenslichtkind 2011 heißt Sarah Schinwald und kommt aus Munderfing im Bezirk Braunau. Die 11-jährige entzündete am Montag, 21. November, in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem das ORF- Friedenslicht. Die Schülerin der Hauptschule Munderfing wurde ausgesucht, weil sie sich in der Gemeinde ehrenamtlich engagiert und als besonders hilfsbereit gilt. Das Mädchen ist außerdem in der Feuerwehr-Jugendgruppe aktiv und als eifrige Ministrantin bekannt.
Friedenslicht an Prominente
Das Friedenslicht ist in den vergangenen Jahren an die Päpste Johannes- Paul II. und Benedikt XVI. sowie viele andere prominente Persönlichkeiten überreicht worden. Darunter waren auch der Präsident der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso und Österreichs Bundespräsident Heinz Fischer. Das Friedenslicht hat auch schon im Europäischen Parlament in Straßburg, im Gebäude der Europäischen Kommission in Brüssel, im belgischen Königshaus, in Berlin, im portugiesischen Marien-Wallfahrtsort Fatima, im Kosovo und in New York auf „Ground Zero“ geleuchtet.
Hinweis:
Das neue Friedenslicht-Buch ist im Trauner Verlag erschienen, kostet 19,90 Euro und ist im Buchhandel erhältlich. Der Erlös von „25 Jahre ORF-Friedenslicht – ein Weihnachtsbrauch geht um die Welt" geht an die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“.
[Disclaimer]









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