Studie: Angstfaktor Schule

Nachhilfeinstitut Lernquadrat präsentiert aktuelle Studie

Die Hälfte der österreichischen Schülerinnen und Schüler fürchtet sich vor Prüfungen und Schularbeiten. Vier von zehn Jugendlichen fühlen sich alleine durch den ganz normalen Schulalltag erheblich belastet, fand das Nachhilfeinstitut LernQuadrat in einer aktuellen Umfrage heraus.

Schlimm wird es vor Prüfungen, Referaten oder Schularbeiten. Jede/r Zweite wird häufig von Ängsten geplagt, nur neun Prozent kennen Prüfungsangst gar nicht. Für 56 Prozent der Schüler wäre „einfach nicht hingehen“ die Wunschlösung. Tatsächlich die Schule „geschwänzt“, weil sie sich dort unwohl fühlen, haben nach eigenen Angaben der 500 Schüler und Schülerinnen aber nur 18 Prozent.


© LernQuadrat

Nicht jeder Schüler ist gleich anfällig für Schulangst. Mädchen sind eher gefährdetals Burschen, HauptschülerInnen eher als MittelschülerInnen, heißt es in der Studie. . Überdurchschnittlich oft ist Schulangst auch bei Kindern alleinerziehender Eltern und in sozial niedrigeren Schichten zu beobachten.

„In geringen Dosen kann Angst auch aktivierend sein und zu Leistungssteigerungen führen“, so Studienautor und Psychologe Stefan Grausenburger. Meist aber wirke sie sich fatal auf den Lernerfolg aus. Schlafstörungen, innere Unruhe, Aggressivität, Konzentrations-schwächen und eine allgemeine Lustlosigkeit, die bis zur Depression führen kann, sind deutliche Hinweise auf Schulangst und sollten unbedingt beachtet werden. Oft sind körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Schweißausbrüche und Magenprobleme die Folge.


In einer Angstsituation kann man weder gut lernen noch Prüfungen ablegen. Die gute Nachricht: Angst kann man auch wieder verlernen. „Positiv denken, Selbstvertrauen vermitteln und sich viel Zeit für gemeinsame Gespräche nehmen sind die Grundvoraussetzungen“, rät LernQuadrat-Chef Zimmermann. Auch Eltern sollten ihre Erwartungen hinterfragen und auf Vergleiche mit Besseren verzichten - Grausenburger fügt hinzu: „Überforderung soll unbedingt vermieden werden.“ Im Fall des Falles kann die professionelle Unterstützung eines Jugendpsychologen Erleichterung und Hilfe sein.

Von einem ist Zimmermann überzeugt: „Wer entspannt und zuversichtlich an das Lernen herangehen könne, für den werde auch die Schule nicht zum „Angstfaktor“ werden.“

Zehn wertvolle Tipps gegen Schulangst findest du hier

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