Kein BPA mehr in Schnullern!

Bisphenol A in Beruhigungssaugern und Beißringen verboten.

Seit 7. Oktober 2011 gilt in Österreich das Verbot für Bisphenol A (BPA) nicht nur für Babyfläschchen sondern auch für Beißringe und Schnuller, also ganz korrekt Zahnungshilfen und Beruhigungssauger.

Bis das aber auch tatsächlich umgesetzt wird, sollte es aber noch ein bisschen dauern...

Da es mittlerweile dank einer Verordnung des Gesundheitsministeriums jetzt wirklich verboten ist, Beruhigungssauger und Beißringe mit Bisphenol A herzustellen oder zu verkaufen und auch die "Auslauffrist" für Altbestände zu Ende gegangen ist, wirft die MA 59 - Marktamt ab Februar 2012 ein wachsames Auge auf Schnuller und Beißringe.


Verbot wird endlich umgesetzt

"Mit dieser Verordnung sind unsere Kinder Bisphenol A nicht mehr ausgesetzt. Neue Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen gesundheitsschädlichen Folgen und Bisphenol A hin", betont die Wiener KonsumentInnenschutzstadträtin Sandra Frauenberger.

Zwar wurde die neue Verordnung bereits im Oktober 2011 verlautbart, aber diverse Übergangsfristen endeten erst mit 1. Februar 2012.

Tatsächlich machte die Umweltschutz- organisation Global 2000 schon im Herbst auf 2009 auf die Belastung von Schnullern mit Bisphenol A aufmerksam.

In Babyfläschchen ist der gesundheitsschädigende Stoff Bisphenol A nicht nur in Österreich, sondern auch in Frankreich, Dänemark oder Australien schon länger verboten.


Schnuller-Auskochen verschlimmerte Freisetzung

"Bisphenol A ist eigentlich ein Antioxidant, welcher zum Beispiel den durch Sauerstoff bewirkten Abbau von empfindlichen Molekülen verhindert. Gerade aber kochendes Wasser, welches laufend zur Desinfektion bei Babysaugern verwendet wird, beschleunigt das Freisetzen von Bisphenol A auf das 55-fache", so Alexander Hengl vom Wiener Marktamt.

BPA ist ein Rohstoff für die Herstellung von Polycarbonat, einem häufig eingesetzten Kunststoff, und steht schon seit langem unter dem Verdacht in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen und so möglicherweise bereits in kleinsten Dosen beträchtlichen Schaden anzurichten. Beeinträchtigung der Hirn-, Sexual- und Organentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten, Dysfunktionen der Fortpflanzungsorgane, Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes wurden bereits mit BPA in Verbindung gebracht.


Für Verbraucherinnen und Verbraucher stellt sich die Frage, ob die Interessen der Industrie vor die der Gesundheit gehen.


Infos:
Nähere Informationen gibt es bei der kostenlosen Lebensmittel-Hotline unter der Wiener Telefonnummer 4000-8090.
Die Hotline ist Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 18:00 Uhr, Samstag zwischen 9:00 und 17:00 Uhr und Sonntag zwischen 9:00 und 15:00 Uhr besetzt.

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Kommentare

Kommentar

dass bei studien, die von der industrie finanziert werden, rauskommt, dass das eh soooo harmlos ist, ist ja echt kein wunder!


Kommentar

Das wird auch wirklich Zeit!
Es ist echt traurig, wenn wirtschafliches Interesse in der Politik mehr wiegt als die Gesundheit von Menschen - ganz besonders wenn es um Kinder geht!


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