Der etwas andere Familienausflug

PLATON. GESICHTER DER MACHT

  • Weitere Fotos...
  • Weitere Fotos...
  • Weitere Fotos...
  • Weitere Fotos...

„Kennst du diesen Mann?“ „Hast du diese Frau schon einmal gesehen?“ Diese Frage kannst du deinen Kindern stellen und vielleicht erhältst du auch mehr als ein schlichtes „Nein“. Es sind ja auch nicht irgendwelche Gesichter, die da im Großformat an der Wand hängen. Immerhin handelt es sich um Staatsoberhäupter, Diktatoren und Revolutionäre. Wenn du das Ganze noch mit einem Länder- oder Kontinentenquiz verbindest, wird das ganz sicher ein lustiger Ausflug ins Museum. Vielleicht sollten aber deine Kinder dir die Fragen stellen. Ich bin mir sicher, dass auch du nicht alle „Mächtigen dieser Welt“ auf Anhieb beim richtigen Namen nennen kannst.

Auf Augenhöhe mit den Mächtigen der Welt: WestLicht zeigt bis 22. April 2012 eine Auswahl der besten großformatigen Porträts von internationalen Staats- und Regierungschefs des in New York lebenden Fotografen Platon.

© WestLicht

Muammar al-Gaddafi posiert wie ein Sonnenkönig, Irans Mahmoud Ahmadinejad erlaubt sich ein leises drohendes Lächeln, Heinz Fischer neigt den Kopf nachdenklich zur Seite und Barack Obama blickt ganz staatsmännisch in die Kamera und Putins stechend blauen Augen lassen sibirische Kälte spüren, während Silvio Berlusconi wiederum seinen Mund zu einem süffisant anzüglichen Grinsen verzieht und laut dem Fotografen wie eine Filmdiva am Set agierte.

„I am a storyteller not a photographer“, sagte Platon Antoniou bei der am Montag stattgefunden Pressekonferenz im Wiener WestLicht. Bei genauer Betrachtung stimmt diese Aussage voll und ganz. Die großformatigen Bilder (ca. 76 x 100 cm) bestechen durch ihre Intensität und Direktheit. Und wie uns die Geschichte lehrt, sind auch so manche Mächtige nicht mehr an der Macht.

Im Auftrag des New Yorker schuf der Fotograf Platon Antoniou im September 2009, während der Hauptversammlung der Vereinten Nationen in New York, eine einzigartige Porträtreihe: In nur fünf Tagen fotografierte er in seinem improvisierten Studio im UNO-Gebäude am East River mehr als hundert Staats- und Regierungschefs.

„Man gewährte Platon nicht viel Zeit mit seinen Modellen. In den meisten Fällen hatte er sie gerade mal ein paar Minuten vor seiner Kamera sitzen, manchmal reichte es nur zu vier oder fünf Aufnahmen“, so David Remnick, Chefredakteur des New Yorker, zu dieser Porträt-Serie.

© WestLicht

Die fünfzig eindrucksvollsten Beispiele aus diesem Zyklus präsentiert WestLicht zum ersten Mal in Österreich. Gewählte Staatsoberhäupter finden sich dabei neben Diktatoren und Revolutionären. Platon vereint die so unterschiedlichen Charaktere dank eines sehr spezifischen und überzeugenden fotografischen Stils. Nahsichtig, frontal, in scharfer Auflösung versammelt er seine Protagonisten.

„Meine Art zu fotografieren vereint sie: die Guten, die Schlechten, die Mächtigen, die Schwachen – alle durcheinander. Das sind die Zeiten, in denen wir leben.“

Absolut sehenswert! Klick dich durch die Fotogalerie und hol dir einen ersten Eindruck der Ausstellung!

PLATON. GESICHTER DER MACHT
21.02. – 22.04.2012
Di, Mi, Fr 14:00 - 19:00h
Do 14:00 - 21:00h
Sa, So, Feiertag 11:00 - 19:00h
Mo geschlossen

WestLicht. Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40
1070 Wien
www.westlicht.com

auf Facebook auf Facebook teilen

Mehr zum Thema:

Kommentare

Kommentar abgeben

Bild-CAPTCHA
Gib bitte die Zeichen (Imagecode) die du im oberen Bild siehst ein (auf Groß,- und Kleinschreibung achten)!
Wenn du den Imagecode nicht mehr eingeben willst: Log dich ein!