Hurra! Entwarnung bei Laus-Alarm!

Bei Kopflausbefall kannst du auf die Desinfektion von Hauben und Bettwäsche verzichten.

Nicht alle Haustiere sind beliebt. Für alle, deren Lauser Läuse haben, gibt es eine höchst erfreuliche Nachricht:
Australische Wissenschaftler untersuchten das Risiko der Übertragung von Kopfläusen durch Mützen, Schals und Polster und kamen zum Ergebnis, dass auf die Desinfektion und Behandlung von Wäsche, Wohnung, Autos usw. getrost verzichtet werden kann.

Keine Desinfektionsorgien mehr

Die Wissenschaftler Deon V. Canyon und Rick Speare stellten mehrere Forschungen zu Kopfläusen zusammen. Zum Beispiel wurden in vier australischen Schulen insgesamt 1.000 Kopfbedeckungen untersucht. Dabei wurde keine einzige Kopflaus gefunden. Aber auf den Köpfen der Kinder, die genau diese Kopfbedeckungen trugen, fanden die Forscher 5.500 der Quälgeister.
Eine weitere Untersuchung beschäftigte sich mit der Übertragung von Kopfläusen über Kopfpolster und kam zu dem Ergebnis, dass nur 0,1 Prozent der Kopfläuse vom Kopf auf einen Gegenstand wie einen Polster wechseln. Ein vernachlässigbares Risiko, wie die Studienverfasser meinen.

© Pohl-Boskamp/Wolfgang Böckeler

Die Behandlung der Kopfläuse selbst ist relativ unkompliziert. Außer chemischen Keulen gibt es seit einiger Zeit auch sanftere, wirksame Kopflausmittel auf Dimeticon-Basis, wie von NYDA(R), das durch seine physikalische Wirkweise Kopfläuse und Nissen erstickt und ohne Insektizide auskommt.

Die Studie kannst du als pdf-Datei nachlesen:Indirect Transmission of Head Lice via Inanimate Objects.


Quelle:
Canyon DV, Speare R (2010): Indirect Transmission of Head Lice via Inanimate Objects. The Open Dermatology Journal, 2010, 4, 72-76.

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