Was kommt auf den Löffel?

Der Grundstein für gesunde Ernährungsgewohnheiten wird bereits im Mutterleib und in der frühen Kindheit gelegt.

Gesunde Ernährung beginnt eigentlich schon vor Babys erstem Löffelchen. Um die Versorgung mit Energie und Nährstoffen für das Wachstum und die Entwicklung des Babys zu gewährleisten und um der Mutter all das zu liefern, was sie selbst braucht, ist richtige Ernährung schon während der Schwangerschaft wichtig. Was werdende Mütter während der Schwangerschaft und der Stillzeit essen, kann Einfluss auf ihr Wohlbefinden und die gesundheitliche Entwicklung eines Kindes haben.

Dass während der Schwangerschaft für zwei gegessen werden darf bzw. muss, ist leider ein weit verbreiteter Mythos.
Es gibt im Gegenteil sogar eine lange Liste, worauf neben grundsätzlich auf Alkohol und Nikotin besser verzichtet werden sollte.
Um dich und dein Kind vor einer lebensmittelbedingten Infektion zu schützen, sollten während der Schwangerschaft folgende Lebensmittel vermieden werden:

  • rohes oder unvollständig durchgegartes Fleisch (z.B. Carpaccio, Beef Tartar, Steak medium)
  • Rohmilch oder Rohmilchprodukte
  • Speisen, die rohe Eier enthalten (Spaghetti Carbonara, selbst gemachtes Tiramisu)
  • Mettwürste und Rohwürste (z.B. Salami); aufgeschnittene, in Folie abgepackte Wurst
  • kalt geräucherter/fermentierter Fisch (Graved Lachs)
  • rohe Meeresfrüchte (Sushi, Austern)
  • fettreiche Fischarten wie Tunfisch, Schwertfisch, Heilbutt oder Hecht. Sie weisen häufig höhere Gehalte an Methylquecksilber auf.

Der tägliche Energiebedarf in der Schwangeschaft steigt um rund 255 kcal an. Stärker als der Energiebedarf erhöht sich der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen.

In den ersten Lebensmonaten ist dein Baby mit Stillen bzw. Säuglingsanfangsnahrung bestens versorgt, später braucht das Kleine jedoch mehr.
Die Einführung von Beikost sollte je nach individuellem Entwicklungsstand des Kleinkindes zwischen Beginn des 5. Lebensmonats (17. Woche) und Ende des 6. Lebensmonats (26. Woche) beginnen, empfehlen Bundesministerium für Gesundheit,Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und die AGES. Muttermilch und Säuglingsanfangsnahrung bleiben aber auch danach noch eine wichtige Nährstoffquelle.

Bei der Art der Beikost gab es in den vergangenen Jahren eine Trendumkehr. Wurde bisher von sogenannten allergenen Lebensmittel wie beispielsweise Fisch abgeraten, gilt das nach dem neuen Stand der Erkenntnisse nicht mehr. Gut geeignet sind Saibling, Lachs und Forelle.
Auf auf Salz, Zucker, Honig und Süßungsmittel sollte lieber verzichtet werden. Das gilt auch für Getränke. Regelmäßig Flüssigkeit braucht ein Kind ab dem 10. Monat, idealerweise in Form von Wasser.

Mit der Broschüre Richtig essen von Anfang an! Babys erstes Löffelchen kannst du dir die "Österreichischen Beikostempfehlungen" kostenlos downloaden.

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