Unsere Testfamilie am Katschberg

Reise-/Testbericht Falkensteiner Club Funimation Katschberg **** Fam. Hollunder-Oktabec 2. - 5. Juli 2010

Am Freitag, nach Nikis Zeugnisverteilung, starteten wir aus Oggau am Neusiedlersee in Richtung Kärnten. Wir, das sind Papa Alexander, Mama Maria, Niki (8), Johanna (6) und unser jüngster Spross Valentina (1). Die drei Stunden Anreisezeit konnten wir mit reichlich Reiseproviant und Spielen wie ”ich seh, ich seh, was Du nicht siehst” ganz gut meistern und dank Navigationssystem war unser Testhotel bald gefunden.

Der Falkensteiner Club Funimation Katschberg ist ein 4stöckiger Gebäudekomplex, der sich aufgrund der verwendeten Naturmaterialien, allem voran Holz in jeglicher Form, gut in die Natur einfügt. Jalousien sind aus einfachen entrindeten Holzstäben gemacht. Die Eingangshalle ist mit großen Natursteinen gepflastert. Irgendwie scheint auch alles etwas aus dem rechten Winkel.

©Maria Hollunder-Oktabec

Der Empfang war sehr freundlich. An der Rezeption erhält man die Keycard, die im gesamten Hotel auch praktischerweise gleich als Zahlungsmittel dient. Somit braucht man gar nicht erst sein Geldbörserl mitschleppen, sondern bezahlt dann bequem am Abreisetag. Auch die Zimmer sind mit viel hellem Holz eingerichtet. Die Kinder waren in einem extra Zimmer mit Stockbett untergebracht. Für Valentina war noch ein Gitterbett gerichtet. Und selbst eine Wickelauflage befand sich im Zimmer. Alles in allem machte unsere Unterkunft auch einen sehr ordentlichen und sauberen Eindruck. Der Balkon ist etwas klein geraten, aber groß genug um die nassen Badesachen dort aufzuhängen.

Das Schwimmbad des Hotels war auch das erste, das wir gleich am Anreisetag testen wollten. Bademäntel für die Erwachsenen gibt’s am Zimmer. Für Kinder kann man sich an der Rezeption gegen Kaution Bademäntel in Standardgröße 140 ausleihen. Um den Lärmpegel auch für Gäste ohne Kinder angenehm zu halten, ist das Schwimmbad in zwei Bereiche unterteilt: Die Falky Acqua World und das Acquapura SPA.
Ersteres ist mehr ein Wasserspielplatz mit großer Wasserrutsche. Das Wasser hat dort eine Temperatur von 32 Grad. Für die Kleinsten gibt es ein noch wärmeres kleines kniehohes Becken mit kurzer flacher Wasserrutsche. Leider befindet sich dieses Becken im Mittelstock auf dem Weg zum Rutscheneinstieg. Für die Eltern stehen gerade einmal zwei Stühle daneben zur Verfügung. Gerade für Kinder, die im Wasser noch ständig beaufsichtigt werden müssen, ist das nicht sehr ideal. Auch ist der Boden extrem rutschig. Also unbedingt Badesandalen mitnehmen.

© Maria Hollunder-Oktabec

Das Acquapura SPA ist ein großer Bereich bestehend aus einem Indoorpool mit einer Wassertemperatur von 30 Grad, der vom ebenfalls beheiztem Aussenpool durch eine Schiebetür, durch die man hindurchschwimmen kann, getrennt ist. Außerdem gibt es noch ein kleineres Salzwasserbecken draußen. Liegestühle sind in ausreichender Menge vorhanden. Kinder dürfen allerdings nur in Begleitung eines Erwachsenen in diesen Bereich.
Abgesehen vom Schwimmbad selbst gehören zum Acquapura SPA auch noch ein großer Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Kaltwasserbecken, Kneippbecken, Whirlpool und Ruheraum, ein Fitnesscenter, ein gemütlicher Barbereich und diverse Räume für Beauty-Anwendungen und Massagen. Der Zutritt zum Wellnessbereich ist für Kinder prinzipiell verboten. Jeden Montag gibt es aber in der Zeit von 9:00 – 18:00 Uhr Familiensauna. Da dürfen dann auch die Kleinen einmal den Wellnessbereich testen.

Nach dem Schwimmen waren unsere Kinder schon sehr hungrig, und so machten wir uns bald auf den Weg ins Restaurant zum Abendessen. Dort gibt es eine fixe Tischzuteilung, was wir als sehr angenehm empfanden. Die Kinder wussten am zweiten Tag schon genau wo sich unser Tisch befand und konnten sich somit selbst am Buffet bedienen, und auch unseren Hochstuhl für Valentina hatten wir fix am Tisch. Außerdem konnten wir auch mal gern etwas später essen gehen, ohne um einen freien Tisch fürchten zu müssen. Ansonsten ist das Restaurant sehr groß. Da es aber sehr verwinkelt und in viele kleinere Stuben unterteilt ist hat man trotzdem ein Gefühl von etwas Privatsphäre beim Essen. Kinderhochstühle sind in ausreichender Menge vorhanden. Das Abendessen wird, wie in so großen Hotels üblich, in Buffetform gereicht. Dieses lässt keine Wünsche offen. Es gibt ein großes, Vorspeisenbuffet, Salate in allen Variationen, mind. vier verschiedene Hauptgerichte, eines davon immer vegetarisch (meistens ein Wok-Gericht) und auch Fisch war jeden Tag dabei.

© Maria Hollunder-Oktabec

Abgesehen davon gab es auch immer zwei Sorten Pizza und Pasta. Für eine so große Küche war das Gemüse erstaunlicherweise warm und auch noch knackig und die Pizzen waren besser als in vielen italienischen Restaurants. Auch das Nachspeisenbuffet reichte von div. Obstsalaten über Kuchen, Cremen und auch immer eine Warme Nachspeise wie z.B. Schokoauflauf mit Vanillesauce. Für die Kinder gab es zwei Sorten Eis und für Valentina Grieskoch. Einzig der Kaffee fehlte uns zur Nachspeise. Den holten wir uns dann meistens etwas später an der Bar.
Was die Getränke generell betrifft, so sind am Tisch selbst eine Flasche Weiß- und eine Flasche Rotwein, sowie Mineralwasser eingestellt. Der Wein selbst wechselt auch jeden Tag und war jedes Mal ausgezeichnet. Bier und antialkoholische Getränke gabs beim Buffet.

Nachdem es für Valentina Zeit war zu Bett zu gehen, borgten wir uns an der Rezeption (ebenfalls nur gegen Kaution) ein Babyphone. Alex und ich genehmigten uns an der Bar noch Kaffee und einen Cocktail. Niki und Johanna sahen sich im gleich daneben befindlichen Kino das WM-Match an. Die Nacht dauerte vor lauter Aufregung für unsere Kinder (und somit auch für uns) nur bis 6 Uhr morgens, aber bis dahin hatten wir dafür sehr gut geschlafen.

Frühstück gibt’s ab 7:30 Uhr. Die Zeit bis dahin überbrückte der Fernseher. Auch das Frühstück wir in Buffetform angeboten und reicht von diversen Cerealien, über Fruchtsalaten, Joghurt, Schinken, Käse, Eier in jeglicher Form und natürlich auch Brot und Gebäck in allen Variationen. Kaffee ist am Tisch eingestellt. Kakao, Tee und Saft gibt es am Buffet.

© Maria Hollunder-Oktabec

Gestärkt schmissen wir uns in die Wanderkluft. Für Valentina hatten wir uns eine Rückentrage besorgt. Auch diese könnte man sich allerdings bei der Rezeption ausleihen. Vom Hotelpersonal wurde uns eine für Kinder geeignete Wanderung zur Pritzhütte empfohlen. Das Wetter war perfekt, und in einer knappen Stunde waren wir am Ziel angelangt. Bis dahin hatte Niki schon 9 Waldameisenhügel gezählt. Oben auf der Pritzhütte gibt es auch die Möglichkeit um 1-2 Euro Pony zu reiten. Nachdem wir nicht den selben Weg wieder zurückgehen wollten, gingen wir weiter zur Sennerei Hanslbaueralm. Auf dem Weg dahin begegneten wir schon den ersten Kühen. In der Sennerei genossen unsere Kinder ein Häferl frische Kuhmilch und Alex und ich eine Brettljause mit Käse und Butter aus Eigenproduktion der Sennerei. Nachdem die Kinder noch die Kälber im Stall besuchen durften, ging es dann heimwärts.

Im Hotel angekommen erholten sich Alex und die Kinder noch ein wenig am Pool, während ich mir eine Gesichtsbehandlung gönnte. Abgesehen von div. Beautyanwendungen werden hier auch noch verschiedene Bäder und Massagen angeboten. Die Preise dafür sind recht moderat, meinem Empfinden nach.
Das Abendessen war wieder ausgezeichnet und nach einer Nacht, die diesmal gottseidank etwas länger dauerte, und dem Frühstück besuchten Niki, Johanna und Valentina endlich das Falky-Land. Das Falky-Land ist ein schöner Indoor-Spielplatz, zu welchem ein Klettergarten, eine Kletterwand, diverse Hüpftiere und ein Bällchenbad für die Kleineren und natürlich auch jede Menge Bastel- und Malutensilien gehören. Außerdem gibt es dort auch eine kostenlose Kinderbetreuung samt Animationsprogramm wie z.B. Märchenwanderung usw. für Kinder ab 3 Jahren.

© Maria Hollunder-Oktabec

Nachdem wir aber Wetter und auch die schöne Umgebung ausnutzen wollten, entschlossen wir uns dann aber doch für eine gemeinsame Familienwanderung. Diesmal ging es über einen Kinderwagen tauglichen Naturlehrpfad zur Gamskogelhütte. Dort erwartete unsere Kinder ein großer Spielplatz und uns die wohlverdiente Jause. Nach Kaiserschmarren und Apfelstrudel ging es über blühende Almwiesen wieder bergab.

Vor dem Abendessen genoss ich noch ein paar Sonnenstrahlen auf der Terrasse gleich neben dem Indoorspielplatz, während Alex mit den zwei Großen eine Runde Billard spielte. Valentina vergnügte sich bei der Rutsche und in der Sandkiste neben der Sonnenterasse. Nachdem Niki und Johanna nach dem Abendessen an der Bar ihren ersten, natürlich alkoholfreien, Cocktail trinken durften, während Alex und ich uns einen Espresso genehmigten, ging es wieder ab aufs Zimmer.

Für den Abreisetag hatte wir eigentlich noch eine Wanderung auf die Branntweineralm vorgesehen. Dazu wollten wir mit dem Sessellift gleich neben dem Hotel auf die Aineckhöhe. Dieser Lift verkehrt im Sommer dreimal pro Woche, jeden Mo, Mi, und Freitag. Nachdem es aber regnete, fiel dieser Ausflug ins Wasser. Weil wir bis 10:00 Uhr auschecken mussten, packten wir also nach dem Frühstück gemütlich unsere Koffer. An der Rezeption teilte man uns dann mit, dass wir trotzdem noch bis zum Abend den Acqua-SPA-Bereich nutzen durften.

© Maria Hollunder-Oktabec

Auch einen Mittagssnack gab es noch. Dieser wird für die Erwachsenen an der Bar und für die Kinder wahlweise auch im Restaurants des Falky-Landes gereicht. Der Mittagssnack, den wir bis dahin eigentlich immer aufgrund unserer Wanderungen ausgelassen hatten, besteht aus Suppe, Salat, Gebäck und einer kleinen warmen Speise - wie an diesem Tag Fleischbällchen. Bei Schönwetter kann man auf der Terrasse der Bar essen. Wenn es allerdings regnet, ist das Essen im Barbereich mit den Lederstühlen und den niederen Couchtischen eher umständlich. Nachdem dieser Mittagssnack auch nur innerhalb einer Stunde (von 12:30 – 13:30 Uhr) angeboten wird, ist die Bar dann auch sehr voll und es ist gar nicht so leicht, einen freien Platz zu finden. Wie auch immer – Frühstück und Abendessen entschädigen dies dann auch wirklich wieder.

Der Abschied fiel vor allem unseren Kindern nicht leicht, doch um 14:00 Uhr ging es dann wieder ab in Richtung Heimat. Alles in allem haben wir diesen Kurzurlaub sehr genossen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten gab es nichts zu beanstanden. Das Personal war sehr freundlich, die Zimmer und der SPA-Bereich waren sauber, das Essen hervorragend und die Organisation, speziell wenn es um die Bedürfnisse der Kleinen und Kleinsten geht, perfekt.

Fazit: Der Falkensteiner Club Funimation Katschberg ist vor allem mit Kindern auch im Sommer wirklich eine Reise wert.