
Jedes Jahr werden nicht nur in Österreich viele Wintersportler Opfer des "Weißen Todes". Seit Jahren ist der Alpenverein Edelweiss in den Mürzsteger Alpen aktiv. In Zusammenarbeit mit der österreichischen Firma Pieps, führender Hersteller für LVS-Geräte (Lawinenverschüttetensuchgeräte), wurde in Frein an der Mürz eine PIEPS ART Anlage errichtet. ART steht für „Advanced Rescue Training“ und gibt interessierten Bergsportlern die Möglichkeit, den richtigen Umgang mit LVS-Geräten zu trainieren. Dazu werden Sender unter der Schneedecke aktiviert, die die Suchenden mit Geräten, die auch gerne „Piepser“ genannt werden, aufspüren.

Durch regelmäßiges Training kann eine eingeübte Handlung im Ernstfall schneller abgerufen werden. Schnelles und richtiges Handeln ist für den Verschütteten lebenswichtig, denn schon nach einer Viertelstunde unter der Lawine sinken seine Überlebenschancen rapide.
Dieses Training bietet der Alpenverein Edelweiss auch heuer wieder kostenlos an. Es ist die erste PIEPS ART Anlage im Osten Österreichs. Das Konzept hat sich vor allem bei Ausbildungskursen im alpinen Bereich bewährt. Zu finden ist die Anlage neben dem Freinerhof, dem Edelweiss-Alpinstützpunkt. Am Freinerhof bzw. direkt beim Alpenverein Edelweiss kann man LVS-Geräte ausleihen und sich auf die Suche nach den Sendern im Schnee begeben.

Die Gegend rund um Frein/Mürz ist seit Jahren ein beliebter Treffpunkt für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer, von denen viele aus dem Raum Wien kommen. Viele Tourenmöglichkeiten bieten ein abwechslungsreiches Bergerlebnis, dennoch darf man, so Bernhard Stummer, Leiter der Alpinschule Edelweiss, die Sicherheit nicht vernachlässigen. „Keiner geht auf den Berg, weil es sicher ist! Unsere Aufgabe ist es, den Leuten ein Gespür für die Gefahren am Berg zu geben, damit Unfälle nicht vorkommen. PIEPS ART ist nicht nur ein Training, sondern macht auch auf die Risiken am Berg aufmerksam.“
Weitere Informationen unter www.alpenverein-edelweiss.at