Dem Geheimnis Muttermilch auf der Spur

Die Muttermilch gehört in der Wissenschaft zu den meistuntersuchten Substanzen. Seit Jahrzehnten versuchen Forscher diese Flüssigkeit möglichst naturgetreu herzustellen. Nun gibt es neue Erkenntnisse:

Neue Studiendaten weisen darauf hin, dass die Darmflora der Mutter nicht nur während der Geburt auf das Baby übertragen wird, sondern auch über die Muttermilch und möglicherweise sogar schon intrauterin während der Schwangerschaft, so Univ. Prof. Dr. Karl Zwiauer, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung im Landesklinikum St. Pölten und Vorsitzender der Ernährungskommission der österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. Die Darmflora bei Neugeborenen spielt im frühen Kindesalter nachweislich eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Darmfunktion und des Immunsystems.

Sie spiegelt damit zumindest teilweise die bakterielle Zusammensetzung der Muttermilch und der mütterlichen Darmflora wieder. Da Muttermilch neben praebiotisch wirksamen Oligosaccariden auch probiotische Kulturen enthält, ist sie als symbiotisches Lebensmittel anzusehen, so Zwiauer.

Aus diesen Erkenntnissen hat der Babynahrungshersteller HiPP eine neue Säuglingsmilchnahrung entwickelt und erstmals
vorgestellt. Alternativ zu den bereits auf dem Markt befindlichen pro- oder praebiotischen Nahrungen hat HiPP eine symbiotische Nahrung entwickelt, die die Darmflora der Kinder und damit deren Gesundheit günstig beeinflussen kann. Die neue HiPP Plus Nahrung enthält das exklusive Probiotikum Lactobacillus fermentum hereditum, das aus der Muttermilch isoliert wurde und nachweislich probiotisch wirksam ist.
Zusätzlich enthält das neue Produkt das bewährte Praebiotikum GOS, das aus Lactose gewonnen wird und das Wachstum von L. fermentum hereditum und der Bifidusflora nach dem Vorbild der Muttermilch besonders gut fördert.

Sie wird ab April dieses Jahres als Folgenahrung, ab Herbst auch als Anfangsnahrung in Deutschland und Österreich erhältlich sein.
Sicherheit und Effektivität dieser symbiotischen Säuglingsnahrung wurden an der Universitätsklinik Granada sowie dem Hospital de Poniente in Almeria, Spanien wissenschaftlich untersucht. Im Rahmen einer Studie an 164 Kindern im Alter ab 6 Monaten wurde die neue symbiotische Folgenahrung mit einer rein präbiotischen Milchnahrung verglichen. Das Auftreten von Infektionen der Atemwege verringerte sich bei den Kindern, die die symbiotische Milchnahrung erhalten hatten, signifikant um 25 Prozent.