Nur nicht sauer werden

Wie Schwangere dem recht häufigen Sodbrennen vorbeugen können

Mit zunehmender Schwangerschaftsdauer leiden viele werdende Mütter unter Sodbrennen. Der Grund ist quasi eine Nebenwirkung der Schwangerschaftshormone: Sie lassen die Gebärmutter erschlaffen, die sich für das wachsende Kind weiten muss - aber eben auch Speiseröhre, Magen und Darm.
Als Folge kann saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließen und das Brennen auslösen, berichtet das Apothekenmagazin "BABY und Familie".

Vorbeugend sollten Schwangere zu üppige Mahlzeiten zugunsten mehrerer kleiner meiden. Fettige Speisen, Süßes und Pfefferminze lösen besonders oft Sodbrennen aus, ebenfalls Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke.

Bücken mit vollem Magen und heftiges Pressen kann den Rückfluss ebenfalls auslösen. Für eine gute Nachtruhe sollten Schwangere die letzte Mahlzeit drei Stunden vor dem Zubettgehen einnehmen und mit leicht erhöhtem Oberkörper schlafen. Erst wenn diese Tipps nicht greifen, kommen Säurebinder infrage. Die Einnahme sollte aber mit dem Arzt abgesprochen werden. Für Schwangere gibt es besonders empfohlene Präparate.

Sodbrennen (Reflux): Jeder Zweite kennt Sodbrennen, den brennenden Schmerz in der Brust. Wenn der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre nicht optimal funktioniert, fließt saurer Speisebrei aus dem Magen in die Speiseröhre zurück und reizt die dort ungeschützte Schleimhaut. Gelangt der Magensaft sogar in den Mund, spricht man von saurem Aufstoßen. Sodbrennen tritt meistens ca. zwei Stunden nach den Mahlzeiten oder beim Bücken und Liegen auf.
Sodbrennen selbst ist keine Krankheit, sondern eine Beschwerde, die mit unterschiedlichen Krankheiten zusammenhängen kann. Gelegentliches Sodbrennen ist unbedenklich. Tritt es jedoch mehrmals pro Woche auf, verätzt die Magensäure auf Dauer die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre. Die Folge ist eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis). Bei einer chronischen, also immer wiederkehrenden Speiseröhrenentzündung besteht die Gefahr, dass die betroffenen Schleimhautzellen entarten und sich ein Speiseröhrenkrebs entwickelt.

Quelle: Netdoktor.de