Nabelschnurblutspende in Österreich

Ab sofort kann im Rahmen einer Fremdspende Nabelschnurblut gespendet werden

VivoCell - vormals EccoCell Biotechnologie - das erste geprüfte und staatlich genehmigte österreichische Unternehmen, das Stammzellen aus dem Nabelschnurblut des Säuglings aufbereitet und lagert - bietet in mehr als 70 Geburtskliniken in Österreich die Möglichkeit der Nabelschnurblutspende. Bei VivoCell können Ärzte weltweit jederzeit geeignete Stammzellen aus dem Depot abrufen. Die Zellen stehen in den meisten Fällen innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung und können Leben retten.

Weltweit erkranken jedes Jahr hunderttausende Menschen an Leukämie, Lymphdrüsenkrebs oder verschiedenen
Stoffwechselerkrankungen. Viele dieser Patienten können nur durch eine Transplantation gesunder Blutstammzellen gerettet werden. Viel zu häufig stehen jedoch keine geeigneten Stammzellen zur Verfügung.
Bis zu zwei Drittel all jener, die keinen Spender aus der eigenen Familie haben, finden keine passenden Stammzellen z.B. im Knochenmarkregister. "Nabelschnurblut soll in Zukunft eine neue Chance für diese Menschen sein", so Univ. Doz. Dr. Karl-Heinz Preisegger, medizinischer Leiter der Grazer Nabelschnurblutbank VivoCell.

Das Nabelschnurblut, bislang normalerweise Geburtsabfall, enthält Millionen wertvoller Stammzellen. Die Gewinnung erfolgt bei Vorliegen einer Einverständniserklärung der Eltern unmittelbar nach der Geburt aus der abgetrennten Nabelschnur. Die wertvollen Zellen werden in einem nächsten Schritt aufgereinigt und tief gefroren. Die Gewebemarker werden bestimmt und in ein internationales Register aufgenommen.

"Durch unsere öffentliche Nabelschnurblutbank wollen wir gemeinsam mit frisch gebackenen Eltern, mit Ärzten und Hebammen Pionierarbeit leisten, die Entwicklung auf diesem Gebiet vorantreiben und schwerkranken Menschen helfen. Bisher konnte mit Nabelschnurblut mehr als 20.000 Menschen geholfen werden", erklärt Mag. pharm. Christian Frey von VivoCell.