Babyblues und Wochenbettdepression
Wenn die Milch nicht kommt und überhaupt alles verkehrt läuft…
Die erste Zeit nach der Geburt eines Babys ist für viele Mütter nicht leicht. Sie müssen sich nicht nur an das Baby selbst und die damit verbundenen Pflichten gewöhnen. In den ersten Tagen und Wochen beeinträchtigen auch zahlreiche andere Faktoren das mütterliche Wohlbefinden.
Einige davon sind schwangerschafts- und geburtsbedingt.
Der Körper ist etwas aus der Form geraten.
Die Geburtsverletzungen (Dammnaht/- riss, Kaiserschnitt) schmerzen.
Das Stillen klappt noch nicht perfekt. Der Busen ist prall und spannt. Aus allen Körperöffnungen tropft es: „Oben“ läuft die Milch über, die Blasenkontrolle funktioniert möglicherweise nicht mehr komplett reibungslos, dazu kommt der Wochenfluss.
Viele Frauen schwitzen aufgrund der Hormonumstellung vermehrt.
Trotz all dieser lästigen Begleiterscheinungen muss das Baby rund um die Uhr versorgt werden.
Puh, da kann das Mutterglück ordentlich ins Wanken geraten.
Eine gewisse instabile Phase der Psyche taucht bei fast allen Frauen auf. Mehr oder weniger stark. Das erste ‚Leid’ wie der ‚Babyblues’ bzw. die ‚Wochenbettdepression’ können schon in der Geburtsklinik auftauchen. Etwa zwischen dem 3. und dem 5. Tag nach der Entbindung ist vielen Mamas einfach nur nach Weinen zumute.
Diese Heultage sind vollkommen harmlos und vergehen mit Ruhe und Entspannung normalerweise auch rasch wieder.
Allerdings kann sich auch eine ernsthafte seelische Verstimmung einstellen.
Halten Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Niedergeschlagenheit, Leeregefühl und Traurigkeit länger als 2 bis 3 Wochen an, spricht man von einer ‚postnatalen Depression’. Die Ursachen dafür kommen aus verschiedenen Bereichen. Körperliche, psychische, soziale und gesellschaftliche Auslöser wirken zusammen.
Die hormonelle Umstellung, geänderte Lebensumstände, hohe Erwartungen an dich und deinen Partner und nicht zuletzt der Schlafmangel tragen das Ihre dazu bei!
Gespräche mit deinem Partner und einem Therapeuten können dir in dieser Zeit helfen!
Veröffentlicht am: 04.03.2009 QUAX.at
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