Sehschwächen bei kleinen Kindern erkennen
Verdächtiges Augenreiben
Kinder, die sich häufig die Augen reiben oder über Kopfschmerzen klagen und oft müde und lustlos sind, haben eventuell eine unentdeckte Sehschwäche. Auch Unsicherheiten beim Lesen können Anzeichen dafür sein, berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf das Kuratorium Gutes Sehen.
Laut einer repräsentativen Studie zweier Berliner Ophthalmologen mit rund 6000 Vorschülern hatte nahezu jedes fünfte Kind eine Sehschwäche. 90 Prozent davon waren noch nie beim Augenarzt. Bleiben die Defizite unerkannt und unkorrigiert, besteht die Gefahr, dass die Kleinen in der Schule hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.
Damit diese Defizite nicht unerkannt bleiben, werden mit dem 22.-26. Lebensmonat die Mutter- Kind- Pass Untersuchung der Augen empfohlen.
Routinemäßig soll eine objektive Untersuchung mit erweiterter Pupille inkl. Ausschaltung der Akkommodation (unter Pkt. Skiaskopie in Mydriase im Mutter-Kind-Pass zu finden) durchgeführt werden.
Dafür wird dein Kind min.2x eingetropft. Nach einer Einwirkzeit erweitern sich die Pupillen und es sieht für ein paar Stunden in der Nähe schlechter und ist lichtempfindlicher.
Tipp: Nimm eine Sonnenkappe oder Sonnenbrille zur Untersuchung mit.
Die Augen können dann ohne aktive Mithilfe des Kindes, bezüglich verborgender Fehlsichtigkeit (Kurz- Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, sowie Ungleichsichtigkeit = großer Unterschied im Bau der Augen) vermessen werden. Zusätzlich kann die Netzhaut beurteilt werden.
Sollte eine Sehschwäche festgestellt werden, wird dir dein Augenarzt eine Sehschule für dein Kind empfehlen. Durch gezieltes Training der äußeren Augenmuskeln und unter Begleitung verschiedener anderer Übungen wird versucht die Sehschwäche zu beseitigen oder doch zumindest so zu reduzieren, dass sie das Tragen von optischen Korrekturen (Brillen, Kontaktlinsen etc.) überflüssig machen sollen.
Weitere Informationen findest du unter www.orthoptik.at
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