Fieber bei Kindern
Nützliche Tipps zur Behandlung von Fieber
So wird das Kind so schnell wie möglich wieder gesund!
Erhöhte Temperatur ist ein wichtiger Abwehrmechanismus des kindlichen Körpers. Trägt er eine kritische Menge Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien in sich, kann die Produktion von Fieber auslösenden Stoffen (so genannten Pyrogenen) erhöht sein. Und das Gehirn empfängt das Signal „Temperatur erhöhen“. Stoffwechsel und die Durchblutung laufen auf Hochtouren, wodurch die Körperzellen besser mit Blut und Sauerstoff versorgt, Krankheitserreger bekämpft und Schadstoffe schneller inaktiviert und abtransportiert werden. Außerdem wird die Produktion von so genannten Antikörpern gesteigert, um noch effizienter gegen die Erreger vorzugehen. Bis zu einem gewissen Grad ist die erhöhte Temperatur also für den Organismus durchaus nützlich und hilfreich.
Fieber: Muss es immer behandelt werden?
Fieber sollte immer ernst genommen werden – insbesondere bei Kleinkindern. Es erfüllt zwar bei der Bekämpfung eines Infektes einen Sinn, unnötiges Leiden sollte jedoch vermieden werden. Wenn die Temperatur sehr schnell ansteigt, das Fieber länger andauert oder weitere Symptome wie Leistungsabfall hinzukommen, sollte dringend der Kinderarzt aufgesucht werden.
Fieber senken - aber wie?
1. Kühlende Hausmittel
Wadenwickel, Waschungen und Abkühlungsbäder mit lauwarmem Wasser unterstützen (zumindest bei leichtem Fieber) die Abgabe der Körperwärme über die Haut, wodurch das Fieber gesenkt wird. Wenn die Waden des Kindes kühl sind, ist das ein Zeichen dafür, dass der Körper noch nicht bereit ist, Wärme über die Haut abzugeben – der Wadenwickel nützt dann nichts. Bei Säuglingen ist vom Einsatz von Wadenwickeln prinzipiell abzuraten, da ihre Hautoberfläche an den Beinen zu gering ist, als dass der gewünschte Effekt überhaupt einsetzen kann.
Wenn das Fieber mit allen physikalischen Methoden nicht zu senken ist, sollte unbedingt ein Arzt kontaktiert werden.
2. Medikamentöse Hilfe
Ab einer Körpertemperatur von ca. 39°C wird üblicherweise eine medikamentöse Fiebersenkung empfohlen, da die hohe Temperatur dann mehr schadet als hilft. Zu den bekanntesten Antipyretika, die in der Apotheke angeboten werden, zählen die Wirkstoffe Ibuprofen und Paracetamol. Beide senken das Fieber und wirken schmerzstillend. Hierbei tritt die fiebersenkende Wirkung von Ibuprofen schnell ein: Bereits innerhalb von 30 Minuten sinkt die Temperatur messbar und vor allem lang anhaltend (bis zu 8 Stunden). Ein weiterer Vorteil von Ibuprofen ist die dreifache Wirkung: fiebersenkend, schmerzstillend und entzündungshemmend.
Grundsätzliche Tipps – Fiebercheckliste
- Regelmäßige Kontrolle der Körpertemperatur (hier ist ein Fiebertagebuch sinnvoll).
- Körperliche Aktivitäten vermeiden.
- Kleidung sollte luftig-leicht sein, kühle Umgebung und leichte Decken (Zug unbedingt vermeiden!).
- Ausreichend Getränke anbieten (z.B. Wasser, Fruchtsäfte oder Tee).
- Bei Appetit: leicht gesalzene Suppen (zum Ausgleich des Mineralienhaushalts durchs Schwitzen) oder frisches Obst.
- Bei weiterem Temperaturanstieg unbedingt einen Arzt kontaktieren.
- Vor dem Schlafengehen sind fiebersenkende Mittel ratsam. Sie fördern einen ruhigen Schlaf und das Kind kann sich praktisch „über Nacht“ erholen.
Wenn das Fieber zum Krampf wird....
Fieberkrämpfe treten infolge eines raschen Temperaturanstiegs auf und können grundsätzlich jedes Kind betreffen. Bei einigen Kindern liegt aber auch eine angeborene Bereitschaft vor, die die Entstehung eines solchen Krampfes begünstigt. Am häufigsten sind Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren betroffen. Ein Fieberkrampf sieht oftmals viel schlimmer aus, als er in Wirklichkeit ist – er muss lediglich richtig behandelt werden, dann ist er gut in den Griff zu bekommen.
Bei einem Krampfanfall verdreht das Kind typischerweise die Augen oder hat einen starren Blick. Unter Umständen hält es den Atem an oder atmet gepresst. Einzelne Gliedmaßen oder der gesamte Körper beginnen rhythmisch zu zucken. In einigen Fällen wird das Kind bewusstlos und ist nicht ansprechbar. Nach dem Krampf erschlafft der Körper und das Kind kommt langsam wieder zu sich. Sollte der Krampf länger als einige Minuten andauern oder wiederholt auftreten, muss der Notarzt gerufen werden.
Folgende Punkte sollten bei einem Fieberkrampf beachtet werden:
- Die Kleidung des Kindes sollte möglichst gelockert werden.
- Am besten wird es ins Bett oder auf den Boden gelegt, damit es sich nicht verletzt.
- Auf keinen Fall darf das Kind geschüttelt werden, da es sonst zu sogenannten Schütteltraumata im hoch empfindlichen Kinderhirn kommen kann.
- Kühlende Maßnahmen sind generell ratsam, wobei Zug vermieden werden sollte.
- In jedem Fall muss nach einem Fieberkrampf der Arzt aufgesucht werden, um Ursachen abzuklären und mögliche Risiken auszuschließen.
[Disclaimer]









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