Väter im Kreißsaal

Ist der Partner während der Geburt eine Unterstützung oder doch eher fehl am Platz?

Immer wieder taucht sie auf, die Frage ob der Vater des gerade das Licht der Welt erblickenden Babys nun 'dabei sein' soll, oder nicht.
Lange Zeit hieß es, die zukünftigen Väter würden ihre Frauen emotional so gut unterstützen, dass sich dies positiv auf den Geburtsvorgang auswirken würde. Außerdem hielt man es für enorm wichtig damit sich das 'Bonding' bereits vor dem ersten Atemzug entwickeln kann. 1. mag sein, lässt sich aber schwer nachweisen. 2. eine Beziehung kann der Vater auch schon während der Schwangerschaft aufbauen.

So, nun ja. Als Frau, die bereits Kinder zur Welt gebracht hat, kann ich dazu natürlich Stellung beziehen: ob das irgendjemandem von euch weiterhilft bezweifle ich. Denn so unterschiedlich wie wir Frauen (und Männer) sind, so unterschiedlich sind natürlich auch unsere Erwartungen und Einstellungen zur Geburt.
Helfen kann dir dein Mann selbstverständlich schon. Meistens indem er einfach nur da ist, und versucht das Beste für euch zu tun. Was das in dem speziellen Fall ist, musst du ihm ganz deutlich SAGEN!!!

Meist ist seine reine Anwesenheit mehr als genug. Man hat ja schließlich zu tun und will kein Plauderstündchen halten. Übrigens, Vorsicht! Ihr befindet euch in einer Ausnahmesituation, leg' es nicht auf eine Grundsatzdiskussion über die Beziehung an...

Gründe die dagegen sprechen, dass dein Partner bei der Geburt dabei ist, gibt es allerdings auch. Nämlich wenn einer von euch beiden das nicht möchte.
Gerüchte um eine eventuelle Störung des Sexlebens nach der Geburt sind hartnäckig und werden auch noch hin und wieder von prominenten Vätern verbreitet.(bsp.: Franzobel, österr. Autor) Darüber sprechen hilft dagegen nur bedingt.

Und nicht zuletzt die Sache mit dem 'männlichen Geburtstrauma'. Angeblich rührt das von der Hilflosigkeit der sich Männer während des Geburtsvorganges ausgesetzt fühlen. Der den Männern angeborene Beschützerinstinkt für Frau und Heim lässt sich damit natürlich nicht vereinbaren und so kommt es dann zum 'Trauma'.

Dann also vielleicht doch besser die beste Freundin, Schwester oder Mutter mitnehmen.
Früher haben sich gebärende Frauen in die Obhut anderer Frauen begeben und haben die starken Männer das tun lassen, was diese eben tun mussten...

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Kommentare

Kommentar

War bei den zwei Geburten unserer Kinder dabei. Die erste vor rund 11 Monaten unserer Tochter (leider eine Totgeburt) und die zweite gestern, waren beide für meine Frau und ich Ausnahme Situationen.
Für mich als Mann, kann ich mir einfach nicht vorstellen, VOR der Tür zu stehen, wenn es meiner Frau, einfach mies geht.
Und sie sieht es genauso.
Des Weiteren ist es für BEIDE Elternteile, eine absolut angenehme und vor allem schöne Erfahrung, das frisch geborene Kind, direkt nach der Geburt im Arm zu halten.
Auch bei der Totgeburt meiner Tochter (26 Woche) war es ein Erlebnis die Kleine zu sehen und in den Armen halten zu können.
Klingt für manche vielleicht etwas morbid, aber es ware für mich sicherlich der erste Schritt bezüglich Aufarbeitung des Todes meines kleinen Kindes.
Umso schöner war es gestern, als ich meinen Sohn direkt nachdem er sozusagen "geschlüpft" ist, mit aller Kraft geschrien hat.
Ich konnte meine Frau zwar nicht bei der Überbrückung der Schmerzen helfen, aber alleine die Anwesenheit war - zumindest laut ihr - absolut WICHTIG.

In diesem Sinne: Werdende Papis, nützt jede Chance in den Kreissaal zu kommen. VIelleicht nicht immer angenehm (Schreie, Schmerzen, Blut usw.), aber ihr werdet dafür belohnt, und wir können alleine aufgrund der Tatsache das wir da sind, unsere Frauen (in meinem Falle) unterstützen....


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Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein Mann überlegt hat, dass er jetzt ein Geburtstrauma hat... Dieser Term kommt glaube ich schon von Spezialisten, die die Entwicklungen von Außen beobachtet haben und nicht von "zickigen" Vätern. Denn wenn sie das wirklich wären, wären sie die letzten, die das zugeben würden!
Ich weiß außerdem, dass die Geburt für alle Beteiligten eine Herausfrderung und Außnahmesituation ist, die weder von der einen noch von der anderen Seite heruntergespielt werden sollte!!
Wie können wir Frauen uns anmaßen, Männer zickig zu nennen ohne wirklich zu wissen was in ihnen vorgeht?? Und wie können (zum Teil von Ärzten habe ich das schon gehört!!!!) manche Männer der Gebärenden sagen, sie solle sich nicht so anstellen, denn sie habe die Beine vor 9 Monaten schließlich auch breitmachen können?!?!?


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Ich war bei allen drei Geburten meiner Kinder dabei. Meine Frau wollte das auch so und es war für mich sehr schön. Man muss sich nur als Mann im klaren sein, dass man bei diesem Ereignis nur eine kleine Nebenrolle spielt. die Hauptrollen sind ganz eindeutig vergeben.


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War dabei und konnte meiner Frau viel Kraft und Liebe geben. Ist auch medizinisch/anatomisch sehr interessant gewesen!
chris


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Also was ist das für eine Frage. Natürlich soll und will ein stolzer, werdender Vater bei der Geburt dabei sein. Einerseits sollte man diesen beeindruckenden, tief emotionalen Moment erleben und andererseits auch die Frau so gut wie möglich unterstützen.
Libe Grüße,
Bernd
www. freshdads.com / Väter - Helden & Idole


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zicke hin oder her aber entschuldigung: ist es ein gemeinsames kind oder nicht?
da kann man ruhig helfen, nicht nur bei den sachen die man auch machen möchte.
viele mamas würden das kind auch nicht rausquetschen wollen wenn sie nicht müßten
oder?

aaarme väter - ich bedaure sie bei der geburt des eigenen kindes dabei sein zu müssen. na wirklich!


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Von wegen: "Beim machen sinds ja auch dabei, dann könnens bei der geburt ruhig auch unterstützen
von wegen trauma - sollen nicht solche zicken sein"
Wenn das nicht ansich schon eine zickige Aussage ist,...
Hilflosigkeit der Männer: Stimmt.
Bonding: stimmt.
Muß jeder Mann abschätzen welches der beiden Dinge überwiegt.
Und meine Damen:
Es ist so, dass ihr 9 Monate lang volle Aufmerksamkeit von allen in eurer Umgebung bekommt. Und nach der Geburt, das Kind noch die Überwiegende Aufmerksamkeit von euch bekommt. Wenn euer Mann nicht Gefühlsstabil genug dafür ist, dann würde ich empfehlen sein "inneres" Kind nicht zu vernachlässigen, wenn ihr wollt,das er genug Aufmerksamkeit für euch übrig hat, wenn ihr es dann braucht.


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Beim machen sinds ja auch dabei, dann könnens bei der geburt ruhig auch unterstützen
von wegen trauma - sollen nicht solche zicken sein


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Mein Mann war auch bei der Geburt dabei (und bei war es auch ein Kaiserschnitt)aber ich glaube ich hätte die Geburt ohnen ihn nicht so gut überstanden. Ich finde es ist wichtig das beide Partner bei der Geburt sind.


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Ich war froh, dass mein Mann bei der Geburt dabei war.
(war aber "nur" ein Kaiserschnitt)
Er konnte dann den Zwerg nehmen bis ich wieder halbwegs hergestellt war.


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