Ablauf einer Hausgeburt und was du wissen solltest

Pro und Contra einer Hausgeburt

Zuerst suchst du dir eine Hebamme deines Vertrauens. Die Homepage www.hebammenzentrum.at bietet dir dazu Tipps, an wen du dich wenden kannst.

Beim Erstgespräch in Form eines Haus- od. Praxisbesuches werden die ersten Fragen bzw. Ängste abgeklärt. Es dient natürlich auch zum Kennen lernen. Viele Hebammen nützen diese Zeit gleich für die Anamnese.

Einige Hebammen bieten auch Geburtsvorbereitung an. Zwei bis drei Wochen vor dem Termin ist die Hebamme immer für dich erreichbar. Eine Hausgeburt ist drei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Termin möglich.

Du kannst den Ablauf der Geburt selbst gestalten und musst dich keiner Spitalsroutine unterwerfen.
Die Hebamme wird dir mit Rat und Tat zur Seite stehen, auf dich und dein Baby achten und dich mit ihrem Wissen und Geschick unterstützen.

In der ersten Woche nach der Geburt kommt die Hebamme jeden Tag, in den darauf folgenden Wochen nach Bedarf zu dir nach Hause.
Genügend Zeit und das Gespräch mit der Wöchnerin sind wichtige Aspekte der Nachbetreuung. Natürlich werden auch die körperlichen und gesundheitlichen Veränderungen im Wochenbett beobachtet.

Das Wochenbett dauert übrigens 6 - 8 Wochen. Die Stillquote nach Hausgeburten beträgt 98,5%. Über das Hebammenzentrum kannst du an Rückbildungsgymnastikkursen und Still - bzw. Babygruppen teilnehmen.

Bei Schwierigkeiten im Spätwochenbett kannst du auch immer einen kostenlosen Termin im Hebammenzentrum in Anspruch nehmen.

Pro & Kontra Hausgeburt:

PRO

- die gebärende Frau kann das Geburtsgeschehen autonom gestalten und sie kann aus dieser Erfahrung gestärkt hervorgehen

- eine Ansprechpartnerin während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

- eine Hebamme, die um die Kraft der Frauen und um die Macht der Natur weiß

- der Kindesvater und auch die schon vorhandenen Kinder werden in das Geburtsgeschehen eingebunden

- leichteres Entspannen während der Geburt durch die Umgebung und mit Menschen die man kennt und mag

- um den natürlichen Geburtsablauf nicht zu stören, werden keine wehenfördernden und schmerzstillenden Medikamente verwendet

- das Baby wird in die Familie geboren

KONTRA

- bei einem anhaltend regelwidrigen Schwangerschaftsverlauf

- nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt

- wenn man mit Komplikationen während der Geburt rechnen muss (Frühgeburt, EPH -Gestose, Schwangerschaftszucker...)

- bei einer Mehrlingsschwangerschaft

- bei Quer- und Steißlagen

- wenn Sie sich zu Hause nicht wohl fühlen

- wenn das soziale Umfeld schwierig ist

- wenn der Mindeststandard bezüglich Hygiene nicht eingehalten werden kann

Verschiedene Studien belegen, dass geplante Hausgeburten genau so sicher sind wie Spitalsgeburten.

Quelle: www.hebammenzentrum.at

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