Neue Pille: Trend zur Natur

Innovation bei oralen Antikonzeptiva: neue Anitbabypille mit "natürlichem" Östrogen.

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Palette oraler Antikontrazeptiva erweitert
Die Pille ist das meist verwendete Verhütungsmittel der österreichischen Frauen. So wie Verhütung in den meisten Fällen Sache der Frauen ist, ist auch das "neue Verhütungsmittel" am Markt eines, dass frau anzuwenden und gegebenenfalls die Nebenwirkungen zu tragen hat.

Seit Anfang des Jahres ist ein neues Pillen-Präparat auf dem Markt. Wirklich neu daran ist das 17 beta-Estradiol, ein natürliches körperidentes Östrogen, das mit dem selektiven Gestagen Nomegestrolazetat kombiniert wird. Es handelt sich um eine monophasische Kombinationspille, das heißt, dass alle 24 Pillen ident sind, also die gleiche Hormondosis enthalten.
Das synthetische Östrogen Ethinylestradiol, das in den herkömmlichen Pillen-Präparaten verwendet wird und als Verursacher vieler Nebenwirkungen wie Übelkeit, Migräne, Brustspannen bis hin zum höheren Thrombose-Risiko in Verdacht steht, wird mit 17 beta-Estradiol (E 2) ersetzt. E 2 wird zwar auch synthetisch hergestellt, ist aber molekular ident mit dem körpereigen Östrogen.


Weniger Nebenwirkungen mit bioidentischem Östrogen
Der Wunsch nach natürlichen Hormonen ist bei Frauen jeden Alters erkennbar: Wenn Hormone, dann solche, die mein Körper kennt, bzw. die den Körper möglichst wenig belasten“, erläutert Dr. Christian Matthai, Facharzt für Gynäkologie, Lifestyle-Coach und Buchautor. „Das Besondere an der neuen Pille ist, dass uns damit die erste monophasische Kombinationspille mit einer Östrogenkomponente, die dem natürlichen, im Körper der Frau gebildeten 17 beta-Estradiol entspricht, zur Verfügung steht“, betont Dr. Doris Linsberger, Sexualmedizinerin und Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Die Verwendung eines natürlichen Östrogens entspricht nicht nur dem grundsätzlichen Bedürfnis der Frauen nach einer verlässlichen Verhütungsmethode, die möglichst wenig in ihren Körper eingreift, sondern ist wahrscheinlich auch aus medizinischer Sicht von Vorteil.

"Unter dem natürlichen Estradiol treten Nebenwirkungen aufgrund der geringeren Wirkungen auf den Leberstoffwechsel möglicherweise seltener auf“, vermutet Dr. Doris Linsberger. Klinisch Langzeitstudien fehlen zum heutigen Zeitpunkt noch.


24 + 4 Tabletten
Jede Packung enthält 24 Tabletten mit exakt gleicher Wirkstoffdosis und vier wirkstofffreie Tabletten. Dieses Schema soll die Einnahmemodalitäten erleichtern, weil bei Vergessen auf eine Pille die Packung einfach weitergenommen werden kann. Während der Einnahme der hormonfreien Tabletten kommt es zu einer vier Tage dauernden Blutung.

Grundsätzlich ist die innovative Pille nach sorgfältiger Beratung besonders bei der Erstverordnung für Frauen jeden Alters geeignet. Etwaige Kontraindikationen müssen wie bei jeder Pillen-Verschreibung ausgeschlossen werden. „Bisher sind die Anwenderinnen mit dem neuen Präparat durchwegs zufrieden“, resümiert Linsberger.

Veröffentlicht am: 11.05.2012 QUAX.at

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