Psychoterror vor Gynmed
Erstmals religiöse Fundamentalisten vor Gynmed-Ambulatorium polizeilich weggewiesen
Beschimpfungen und Entwürdigungen von Frauen vor dem Wiener Gynmed-Ambulatorium könnten vorbei sein.
Erstmals seit Inkrafttreten der Fristenregelung im Jahr 1975 wies die Polizei eine Gruppe fundamentalistischer Demonstranten vor dem Gynmed Ambulatorium in Wien weg.
Sie hatten sich Patientinnen vor der Klinik in den Weg gestellt, psychischen Druck ausgeübt und ihnen Plastikembryos, Rosenkränze und Marien-Gebetsbüchlein aufgenötigt.
Möglich wurde diese Wegweisung aufgrund des Inkrafttretens des kürzlich reformierten Wiener Landessicherheitsgesetzes. "Diese erste polizeiliche Wegweisung ist ein Meilenstein für den Schutz von betroffenen Frauen", erklärt Gynmed-Leiter DDr.Christian Fiala. "Seit über 15 Jahren sind Patientinnen und ÄrztInnen diesem Psychoterror ausgesetzt. Das neue Gesetz erkennt endlich an, dass psychische Gewalt gegen Frauen kein Bagatelldelikt ist. Nun existiert eine wirksame gesetzliche Handhabe dagegen."
Schutzzonen die beste Lösung
Mit dem geänderten Landessicherheitsgesetz wurde in Wien eine effiziente juristische Maßnahme geschaffen, um Frauen vor religiösen Fanatikern zu schützen. Der optimale Schutz wäre jedoch eine bundesweite Regelung mit Schutzzone nach dem Vorbild Kanadas und Frankreich.
Das Wiener Gynmed Ambulatorium wurde 2003 vom Gynäkologen DDr. Christian Fiala gegründet. Im Jahr 2005 wurde die zweite Gynmed Ambulanz am Universitätsklinikum Salzburg eröffnet. Gynmed setzt sich für eine Verbesserung der Verhütung und Behandlung von ungewollt schwangeren Frauen ein. Es zählt heute zu den modernsten Ambulatorien für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung in Europa.
[Disclaimer]







Kommentare
Gut, dass gegen psychische Gewalt gegen Frauen per Gesetz vorgegangen wird.
Schließlich muß jeder seine eigene Entscheidung treffen und damit sein Leben lang zurecht kommen.
Ich lasse mir doch von NIEMANDEN sagen ob ich abtreibe oder nicht, es ist meine Entscheidung.
Ich glaube nicht, dass eine Frau ohne nachzudenken eine Abtreibung vornimmt.
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